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Bundespartenobmann Hans Schenner: "Dann wird nicht mehr frisch gekocht"

Inlandsnächtigungen auf Rekordniveau

27.03.2012

Wien. Laut Statistik Austria sind die Nächtigungen in der Wintersaison erneut um 4,6 Prozent gestiegen. Auch die Inlandsnächtigungen legten kräftig zu. Tourismusminister Reinhold Mitterlehner sieht damit die Tourismus-Strategie bestätigt, für Spartenobmann Hans Schenner ist die Krise damit aber noch nicht überwunden.

Von November bis Februar ist die Zahl der Nächtigungen im österreichischen Tourismus mit 44,62 Millionen erneut gestiegen, und zwar um 4,6 Prozent. Die Ankünfte legten um 4,5 Prozent auf 11,13 Millionen zu. Dazu maßgeblich beigetragen hat ein starker Februar, in dem die Betriebe 3,5 Millionen oder zehn Prozent mehr Gäste begrüßen konnten.

Die Marketingstrategie passt

"Diese Ergebnisse zeigen, dass unsere Strategie richtig war. Die Marketing-Schwerpunkte der Österreich-Werbung und weitere Investitionen in ein besseres Angebot lockten deutlich mehr Gäste aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien nach Österreich", sagt Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. Die Zuwächse aus diesen Ländern sind zweistellig. Allein deutsche Gäste nächtigten im Februar um 25 Prozent häufiger in Österreich als im Vergleichszeitraum. Aber nicht nur  ausländische Gäste sind in dieser Wintersaison wieder

vermehrt nach Österreich gekommen. Auch die Österreicher selbst verbrachten erneut öfter als je zuvor ihren Urlaub im eigenen Land. Von November bis Februar stiegen die Ankünfte um 2,9 Prozent auf 3,35 Millionen und die Nächtigungen um 1,9 Prozent auf 10,31 Millionen.

Krise noch nicht überwunden
"So erfreulich die Steigerungen bei den Nächtigungen auf den ersten Blick sind - insgesamt müssen wir am Boden bleiben", analysiert der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Hans Schenner. Die Wahrheit über den Zustand des heimischen Tourismus sehe aber anders aus, so Hans Schenner (WKÖ): "Die Krise ist noch nicht überwunden. Wir haben noch immer nicht das Niveau des Winters 2007/2008 erreicht, in dem wir von November bis April 63,3 Mio. Nächtigungen verzeichnen konnten. In absoluten Zahlen haben wir im Vergleich zu 2008 an Terrain verloren und nicht gewonnen, was die Nächtigungszahlen der vergangenen Wintersaison  2010/2011, in der wir bei 62,1 Mio. Nächtigungen gelandet sind, belegen." Steigerungen aus der Schweiz und aus Osteuropa wurden gleichzeitig, so Hans Schenner, am deutschen Markt verloren. "Und hätten wir nicht klugerweise bei der Tourismuswerbung den Inlandsmarkt Österreich forciert, säßen wir jetzt ordentlich im Eck", ist Hans Schenner überzeugt.

Unterm Strich bleibt zu wenig

Der Aufschwung nach der Krise 2009 wurde zum Teil über den Preis erkauft und drückte damit auf die Rendite, spricht der WKÖ-Tourismus-Sprecher einen wunden Punkt bei den Beherbergungsbetrieben an. Die Steigerung bei den Energiepreisen tat das Übrige, womit trotz leichter Umsatzsteigerungen unterm Strich oft - trotz Plus - sogar weniger übrig geblieben ist. "Und was uns bleibt, wird wieder investiert, so ist das halt in unserer Branche", so Hans Schenner. Große Hoffnungen setzt der Sprecher der heimischen Tourismusbetriebe weiter auf den Inlandsmarkt. Sommerurlaub in Österreich müsse auch für die Österreicher attraktiv beworben werden. "Und für den kommenden Winter wünsche ich mir ein Ausweiten der Aktion 'Skifahren lernen in drei Tagen' der Allianz Zukunft Winter mit der Österreich Werbung. Vor allem in Deutschland soll wieder mehr Lust auf Schifahren gemacht werden", betont Schenner.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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