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Investieren um konkurrenzfähig zu bleiben

29.08.2013

Investitionsbegünstigungen für Tourismuswirtschaft dringend gefordert Drastischer Rückgang bei Investitionen im Tourismus – Anreize gefordert - Schädigung des Tourismusstandortes Wien befürchtet.

WKW-Spartenobmann Josef Bitzinger

Die Tourismuswirtschaft ist einer der wichtigsten Konjunkturmotoren Österreichs. Damit dieser Konjunkturmotor weiterhin brummt, müssen Tourismusbetriebe Investitionen tätigen. Im Jahr 2013 wird jedoch in Österreich ein signifikanter Rückgang an Investitionen in der Tourismuswirtschaft verzeichnet, wie die Österreichische Nationalbank und die Österreichische Hotel- und Tourismusbank in einem Bericht aufzeigen. Dieser belegt um 30 Prozent weniger Investitionen alleine im 1. Quartal 2013. Auf das gesamte Jahr 2013 hochgerechnet bedeutet das einen österreichweiten Investitionsrückgang im Tourismus um 1,5 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr.

Diese Entwicklung schockt den Obmann der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft, KommR Ing. Josef Bitzinger. „Die Tourismuswirtschaft lebt von Investitionen, denn nur so können wir den stetig wachsenden Erwartungen und Anforderungen unserer Gäste gerecht werden. Stillstand bedeutet über kurz oder lang den unternehmerischen Tod. Darüber hinaus wirken sich rückläufige Investitionen negativ auf die Gesamtwirtschaft aus. Deshalb fordere ich Investitionsbegünstigungen für die Wiener Tourismuswirtschaft“, so Bitzinger.

Wien verweigert Unterstützung

Maßnahmen zur Umsetzung wären bessere vorzeitige Abschreibungsmöglichkeiten, außerdem die bessere Abschreibbarkeit geringfügiger Wirtschaftsgüter und vor allem die Wiedereinführung des Investitionsfreibetrages. Nur so können Unternehmer der Tourismuswirtschaft, die stark mit zahlreichen wirtschaftlichen (Steuer-)Belastungen zu kämpfen haben, wieder motiviert werden, Investitionen zu tätigen. „Denn es ist unerlässlich, den Tourismusstandort Wien im international harten Wettbewerb konkurrenzfähig zu halten. Das berühmte Wiener Flair kommt nicht aus der Luft, wir müssen uns ständig erneuern und weiterentwickeln, nur so locken wir Gäste immer wieder in unsere schöne, sehenswerte Stadt. Und außerdem fordere ich die Stadt dazu auf, endlich für alle ÖHT-Förderprogramme Verträge abzuschließen, damit auch die Wiener Tourismusbetriebe an allen österreichweiten Aktionen teilnehmen können", so Bitzinger.

Folgende Förderprogramme können derzeit in Wien nicht zum Einsatz kommen, da richtliniengemäß zusätzlich zur Förderleistung des Bundes eine zumindest ebenso hohe Mitwirkung des Bundeslandes vorgesehen ist – was in Wien nicht der Fall ist, wie zum Beispiel bei der Übernehmerinitiative: Bei der Übernahme eines bestehenden Betriebes durch einen Jungunternehmer können anstehende Investitionen bis zu 60 % (max. aber € 1 Mio.) mit einem zinsengünstigen ERP-Darlehen finanziert werden, für das der Bund zusätzlich auch noch die Haftung und das Bundesland während der ersten 10 Jahre Laufzeit den Zinsendienst übernimmt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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