Direkt zum Inhalt
Wiberg hat einen israelischen Eigentümer bekommen. Im Bild der Standort Freilassing.

Israelischer Konzern schluckt Wiberg

16.12.2015

Frutarom blättert 119 Millionen Euro für den Salzburger Gewürzproduzenten hin. Wiberg beschäftigte bisher 670 Mitarbeiter, Kündigungen soll es angeblich keine geben.

Wiberg hat einen neuen Eigentümer: Das israelische Unternehmen Frutarom blättert 119 Millionen Euro für das Salzburger Familienunternehmen hin. Der Deal ist angeblich schon in trockenen Tüchern und soll Anfang 2016 finalisiert werden.

Wiberg setzt jährlich rund 150 Millionen Euro um (Gewinn vor Steuern: 17 Millionen Euro), die Exportquote liegt bei 85 Prozent. Mit fünf Niederlassungen (Salzburg, Freilassing, Istanbul, Los Angeles und Oakville/Kanada), ist der Gewürzproduzent auch international bestens aufgestellt. Das berichtet Reuters. Demnach sei die Übernahme für die Israelis die größte in der Unternehmensgeschichte. Heuer kaufte Frutarom bereits groß ein, zwölf Unternehmen wurden erworben. Den Ausschlag für die Übernahme von Wiberg sollen die Aktivitäten in Kanada gegeben haben, in diesen Markt setzen die Israelis große Hoffnungen.

Der bisherige Wiberg-­Eigentümer Marcus Winkler wird angeblich weiter für Wiberg tätig sein, berichten die Salzburger Nachrichten – als Berater.Winkler: "Frutarom öffnet nicht nur Türen zu Märkten, auf denen wir bisher nicht präsent waren. Es bietet sich auch die große Chance, Rohstoffe und Produkte von Fruitarom bei Wiberg zu verwenden und neue Produkte zu entwickeln." Wiberg soll jedenfalls als Marke erhalten bleiben. Entlassungen seien keine geplant.

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
28.05.2020

Gefriergetrocknete oder GFG-Kräuter sind für Köche ein Segen, denn sie sind sofort einsatzbereit und bedürfen keiner Vorbereitungen.

 

 

Volle Hallen in Salzburg wie 2019 wird es auf der "Gast 2020" nicht geben.
Gastronomie
25.05.2020

Die Messe „Alles für den Gast“  soll auch in Corona-Zeiten planmäßig stattfinden. Man stehe voll in der Planung. Von der Politik braucht es aber in den kommenden Tagen entsprechende ...

Hotellerie
29.01.2020

Bürgermeister Harald Preuner formuliert eine Obergrenze im städtischen Tourismus von 15.000 Betten. Weit ist man davon nicht mehr entfernt. Die Branche steht dem Anliegen positiv gegenüber – weil ...

Tourismus
31.10.2019

Der „Lonely Planet“ empfiehlt Salzburg als Städtedestination 2020. So richtig freuen will das aber scheinbar niemanden. Die Stadt-SPÖ will jetzt die Ortstaxe erhöhen, um die Touristenströme zu ...

Das Anton-Proksch-Haus (1.590 m) sucht einen neuen Pächter.
Gastronomie
13.08.2019

Der Ganzjahresbetrieb mit 70 Schlafplätzen und 50 Sitzplätzen in der Gaststube wird ab Ende September 2019 neu verpachtet.  

Werbung