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Instagram, Facebook, Twitter geraten immer mehr in die Kritik: auch als nutzloses Marketingtool

Ist der Hype um Influencer vorbei?

06.12.2018

Jung von Matt und a&o-Hostels sagen ja. Influencerin warnt Touristiker vor Instagram.

Die Diskussion um die Zukunft von Instagram- und Youtube-Stars schlägt aktuell hohe Wellen und manch einer betrachtet die Ära der hochbezahlten Influencer bereits als beendet. Eine – nach eigener Aussage die weltweit größte – Studie der deutschen Werbeagentur Jung von Matt jedenfalls kommt zu diesem Ergebnis: Der Boom ist vorbei!  

Kaum messbarer Impact

Thomas Hertkorn, Online Marketing-Chef bei der Hostel-Kette  a&o, stimmt zu und erklärt warum: „Sehr wenig redaktionelle Kontrolle“, „kaum messbarer direkter Impact“ und dazu „unverhältnismäßig hohe Kosten“ – das waren für ihn die zentralen Argumente, a&o´s Engagement in Sachen Influencer Marketing bereits im Frühherbst dieses Jahres einzustellen: „Unsere Maxime lautet schließlich ‘best value for money‘ – wir wollen keine Kostentreiber, sondern bezahlbaren Mehrwert für unsere Gäste.“

Influencer warnen selbst

Ähnliche Argumente fielen jüngst auch beim FoodTrex-Kongress in London: Dort warnte eine Influencerin ausdrücklich vor Facebook, Twitter und Instagram. „Everybody loves Instagram“, sagte sie. Aber 78% aller Follower seien Fake. Auf Instagram könne man alles kaufen: Follower, Likes, Kommentare, Views. 100.000 Follower pro Post kosten circa 500 Dollar. Und der Content sei nach 48 Stunden praktisch nicht mehr sichtbar. Sie empfahl das gute alte Pinterest (Haltbarkeit der Posts: 1 Jahr) oder Blogs (Sichtbarkeit noch länger). Instagram erzeuge zwar kurzfristig Aufmerksamkeit, aber keine Buchungen. Man solle sich als touristischer Anbieter auf seriöse Spezialisten bei den Influencern konzentrieren, mit überschaubarer Anzahl an Followern, aber echten Followern. Je nach Zielgruppe seien Microinfluencer in einer Nische viel wichtiger als Makroinfluencer für alle.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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