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Ist Lauda gut für Wien?

21.02.2018

Groß war die Freude, als Niki Lauda nach all dem Wirrwarr der Zuständigkeiten doch noch den Zuschlag für die insolvente, von ihm einst gegründete Fluglinie Niki bekam. Eine „österreichische Lösung“ sei das Beste für den Standort Wien-Schwechat, hieß es vom Verkehrsminister abwärts. Doch wie gut ist diese Entscheidung wirklich?

Der neue Eigentümer kündigte an, die Flotte von 15 Fliegern wieder in Wien zu konzentrieren. Für den Tourismusfaktor Flughafen wäre das gut, weil es attraktivere Angebote und mehr Ankünfte brächte.

Nun wird die unter Laudamotion firmierende Fluglinie ab März abheben. Aber nicht von Wien aus. Die Flüge nach Spanien starten von Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und Basel. Als Partner dient die deutsche Thomas-Cook-Tochter Condor, die auch die Verkehrsleitung und Crewplanung übernimmt. Daneben sind Gespräche mit der Lufthansa Group über die Vermietung von Maschinen samt Crews am Laufen. Sprich, Lauda würde vermutlich Flüge für die Lufthansa-Tochter Eurowings durchführen. Das ist besonders pikant, weil die zunächst geplante Übernahme Nikis durch die Lufthansa wegen Monopolgefahr abgeblasen wurde. Den Wettbewerb am Wiener Flughafen würde eine solche Kooperation nicht beflügeln.

Was hat Lauda vor?

Bis Sommer sollte klar sein, was Lauda mittelfristig mit seiner neuen Fluglinie vorhat. Dass unter Lauda-motion alle 15 Flieger nach Wien kommen, bezweifeln Insider übrigens. Die Niki-Mutter Air Berlin hatte vergangenes Jahr gerade einmal drei Flieger fix in Wien stehen, weil es effizienter ist, die Feriendestinationen von Deutschland anzufliegen. Die spanische Billiglinie Vueling (die vor Lauda den Zuschlag für Niki erhielt) hatte angekündigt, zumindest zehn Flieger in Wien zu stationieren. 

Es bleibt abzuwarten, ob Niki Lauda seine Verlautbarung wahrmacht, tatsächlich positive Impulse für den Standort Wien zu setzen. Fix ist derzeit nur eines: Für mehr Wettbewerb wird die von Lauda ausgebotete 
Vueling sorgen. Die Spanier kündigten an, noch heuer mit drei eigenen Maschinen von Wien aus zu starten.

Autor/in:
Daniel Nutz
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