Direkt zum Inhalt
Impressionen vom Stand der ÖW

ITB im Zeichen von Natur und Entschleunigung

14.03.2017

186 Länder präsentierten sich auf der weltgrößten Tourismusfachmesse ITB. Der Trend zu Natur und nachhaltigem Tourismus ist unverkennbar

Lange Schlangen vor den Eingängen und Tausende Menschen vor und zwischen den Ausstellerständen: Die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin bleibt das Messehighlight für Touristiker weltweit. Rund 200.000 Besucher (mehr als die Hälfte davon Fachpublikum) kamen zur 17. Auflage in die deutsche Hauptstadt.

Drittbester europäische Auftritt

Österreich präsentierte sich heuer als eines der 186 auf der Messe vertretenen Länder in einem durchaus gelungenen Spannungsfeld zwischen intakter Natur, Gastfreundschaft und modernen Kommunikationstechnologien. Virtual Reality kam in Form einer 3D-Führung durchs Kunsthistorische Museum in Wien ebenso zum Einsatz wie Live-Videoberichten von Expertentalks, die über diverse Social Media-Kanäle insgesamt 70.000 Menschen erreichten.

Das in Rot und Weiß gehaltene rund 1.200m² große Areal mit eigenem künstlichen Wald und 75 regionalen Ausstellern überzeugte letztlich auch eine Fachjury, die den Stand der Österreich Werbung (ÖW) zum drittbesten europäischen Messeauftritt kürte.

Entschleunigte Wohlfühloase

Dem Trend „zurück zur Natur“ folgten in ihrer Messepräsentation  übrigens auch die  Nachbarn aus Slowenien, Schweiz oder Bayern.  

Die UN hat heuer das Jahr des nachhaltigen Tourismus ausgerufen. Das Thema zieht sich fast wie ein roter Faden durch die Angebote fast aller Aussteller aus sechs Kontinenten. Indien bietet Fahrradtourismus und beim heurigen Co-Host, der Republik Botswana, bekennt man sich dazu, dem Jagdtourismus abgesagt zu haben. „Komm, entspanne dich in unserer Natur“ ist ein allumspannendes Motto.

Herausforderung: nachhaltiger Tourismus

In einem der großen Konferenzräume der ITB hielt Samih Sawiris, der CEO des ägyptischen Projektentwicklers Orascom ein Plädoyer: „Man muss jetzt nachhaltige Akzente in den Geschäftsmodellen setzen. Damit hat man einen Vorsprung, denn die Gesetze dazu werden sowieso kommen“, sagt er und erinnert an die Herausforderungen des Klimawandels. Vor allem das Segment des Luxustourismus sei bereits sehr stark am Faktor exklusive, intakte Natur orientiert, heißt es von den Fachleuten unisono. 

Touristisch birgt diese Transformation freilich Herausforderung. Das lässt sich auch am Beispiel Österreich aufzeigen. Der Ski-Massentourismus ist derzeit noch die größte Einnahmequelle und schafft Tausende Arbeitsplätze. Es wird darum gehen, eine sanfte Transformation des Tourismus einzuleiten. Hier sind findige Ideen gefragt.

Autor/in:
Daniel Nutz
Werbung

Weiterführende Themen

Viele Wege führen nach Ischgl. Einen Kompass für die Causa Ischgl und der Verbreitung des Corona-Virus zu finden, fällt auch nach sechs Montane schwer.
Tourismus
15.10.2020

Die Experten haben ihren Bericht gelegt. Doch die Causa Ischgl ist noch nicht abgeschlossen. Die Amtshaftungsklage gegen die Republik wurde dabei aber eher nicht befeuert.

Ein Gutschein zum Skifahren? Das ist der Plan der Tiroler AK.
Hotellerie
09.10.2020

Die Idee, einen Urlaubsgutschein an alle Österreicher zu verteilen, um die Branche zu unterstützen, ist nict neu. Nun kommt sie vom Tiroler AK-Chef  Erwin Zangerl

Tourismus
08.10.2020

Die Sorgenfalten aller Touristiker werden täglich tiefer. Aber noch ist nicht alles verloren. Es gibt genug gute Ideen, wie es trotz „stabil hoher“ Infektionszahlen mit einem Wintertourismus ...

Susanne Becken forscht an der Griffith University in Australien.
Tourismus
01.10.2020

Susanne Becken von der Griffith University in Australien gilt weltweit als eine der führenden Forscherinnen über den Zusammenhang zwischen Tourismus, Wohlstandsgewinn und den gleichzeitigen ...

Branche
03.09.2020

Tourismusberater Markus Webhofer vom Institute of Brand Logic hat sich Gedanken über eine Covid-19-Roadmap für den Winter gemacht. Wir haben ihn gefragt, wie Tourismus im Winter funktionieren ...

Werbung