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Jahr der „tollen Knolle“

15.02.2008

Die Vereinten Nationen riefen 2008 zum „Internationalen Jahr des Erdapfels” aus, um die Bedeutung dieser Erdfrucht im Kampf gegen Hunger und Armut ins Bewusstsein der Weltbevölkerung zu rücken. Auch Österreich beteiligt sich daran.

Von den Anden in Peru aus startete der Erdapfel vor mehr als 8.000 Jahren seinen Siegeszug um die Welt. Von dort wurde er im 16. Jahrhundert von den Spaniern nach Europa gebracht. Bis in die 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden die meisten Erdäpfel in Europa, Nordamerika und den früheren Staaten der Sowjetunion angepflanzt und auch konsumiert. Seit damals haben Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner den Erdapfel als wichtige Nahrungsquelle entdeckt. Das Reisland China ist mittlerweile der größte Erdapfel-Produzent der Welt.

Sortenschwund
Der Erdapfel ist weltweit in einer Sortenvielfalt von mehreren Tausenden in unglaublichen Formen, Farben und Geschmacksnuancen vorhanden. Allerdings werden in Europa etwa nur mehr rund 200 Sorten angebaut und mit der Auswahl in den meisten Supermärkten sieht es überhaupt finster aus.
Kalium, Magnesium, Vitamin C - das sind die Substanzen, die Erdäpfel so gesund machen. Bereits vor 8.000 Jahren halfen sie den Inkas, in den rauen Höhen von 4.000 Metern zu überleben.

Der Selbstversorgungsgrad mit Erdäpfeln liegt in Österreich bei 96 Prozent, der Jahres-Pro-Kopf-Verbrauch bei rund 54 kg. Rund 50 Prozent der vermarktungsfähigen Erdäpfel tragen tragen das AMA-Gütesiegel. Hauptanbaugebiete sind Niederösterreich und Oberösterreich. AMA-Maßnahmenschwerpunkte für 2008 sind u.a. eine TV-Schwerpunktwoche und Inseratenkampagne, die Neu- bzw. Wiederauflagen von Erdäpfel-Broschüren und dem Erdäpfel-Kochbuch (um 14,90 Euro unter www.ama-marketing.at im AMA-Webshop zu bestellen). Aktivitäten mit der Gastronomie zur Verstärkung der Präsenz in der Gourmetküche, Schaukochen, verstärkte Auslobung der entsprechenden Genuss-Regionen.

Gastronomen, die sich für die verwendung ausgefallener Erdapfelsorten interessieren, setzen sich am besten mit einer der Genussregionen in Verbindung (www.genuss-region.at).

Eine Liste mit den jeweiligen Ansprechpartnern finden Sie hier zum Download.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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