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Jank: Aktuell keine Mehrheit für Sonntagsöffnung in Wien

01.09.2006

"Es bleibt jedem unbenommen, Umfragen zu machen. Faktum ist aber, dass die Schaffung einer Tourismuszone für Wien, die die Öffnung der Geschäfte am Sonntag erst ermöglichen würde, derzeit keine Mehrheit findet - weder in der Wiener Wirtschaft noch unter Bevölkerung oder Touristen", erklärte die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Brigitte Jank.

Diese Tatsache ergibt sich aus einer breit angelegten Umfrage der
Wirtschaftskammer Wien vom Frühjahr dieses Jahres. "Die Ergebnisse
haben gezeigt, dass nicht nur 90 % der Wienerinnen und Wiener sowie
der Einzelhandel, sondern auch zwei Drittel der Wien-Touristen mit
den geltenden Regelungen zufrieden sind", so Jank.

Nicht nur die Konsumenten sprachen sich im Rahmen der Umfrage gegen
die Schaffung einer Tourismuszone aus, auch der Einzelhandel lehnte
zu 62 % die Öffnung am Sonntag ab. Ausschlag gebend dafür ist die
Kosten-Nutzen-Relation: Alleine um die durch Sonn- und
Feiertagszuschläge entstehenden Kosten abzudecken, bräuchte ein
Unternehmen einen Mehrumsatz von etwa 10 %. Der von der ÖHV
prognostizierte Mehrumsatz von 37.3 Mio. Euro beliefe sich auf gerade
einmal 0,37 %. Die alleine aus den Lohn- und Lohnnebenkosten
erwachsenden Mehrkosten für den Wiener Handel lägen dagegen bei ca.
120 Mio. Euro.

Selbst in der Hotellerie waren im Rahmen der Umfrage die Meldungen
über Gästebeschwerden wegen geschlossener Geschäfte am Sonntag in der
Minderheit. "Hauptgrund für eine Reise nach Wien sind die einmaligen
Sehenswürdigkeiten", so Jank. Eindrucksvoll bestätigt wird dies durch
die jüngsten Tourismuszahlen: Wien konnte als einziges Bundesland im
ersten Halbjahr 2006 ein kräftiges Plus an Nächtigungen verbuchen:
gleich 8,9 % mehr Touristen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres
wählten Wien als Ziel ihrer Reise.

Dass für die Touristen die geltenden Öffnungszeiten ausreichend sind,
zeige sich auch darin, dass laut Studie der Wirtschaftskammer Wien
90% der Nächtigungsgäste Wien als Einkaufsstadt weiterempfehlen. "Für
uns als Interessenvertretung der Wirtschaft lässt sich aus dem
Gesamtergebnis der Studie kein Handlungsbedarf ableiten", so Jank
abschließend. "Wir werden aber die weitere Entwicklung dieses Themas
künftig mit sehr viel Aufmerksamkeit verfolgen."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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