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Jeden Tag neue Herausforderungen

18.11.2004

Für die Betreuung gesundheitsbewusster Gäste bedarf es professioneller FitnessbetreuerInnen und in der Freizeitwirtschaft werden VeranstaltungstechnikerInnen gebraucht.

In den vorangegangenen Folgen gab es jede Menge Information über die klassischen Lehrberufe im Tourismus wie Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau, Hotel- und GastgewerbeassistentIn sowie ReisebüroassitentIn. Aber die Branche geht auch mit der Zeit und bietet beispielsweise mit den Lehren FitnessbetreuerIn und VeranstaltungstechnikerIn zwei äußerst moderne Berufsvarianten an.

FitnessbetreuerIn – Gesundheit als Beruf(ung)
Sportlich, gesundheitsbewusst, dynamisch, freundlich, aufmerksam, rhetorisch begabt und belastbar – so sollte ein Jugendlicher sein, der den 3-jährigen Lehrberuf FitnessbetreuerIn anstrebt. Ist Fitness und Gesundheit auch noch der individuelle Lebensmittelpunkt, dann ist der Beruf der FitnessbetreuerIn geradezu eine Berufung. Das steigende Gesundheitsbewusstsein und das Bedürfnis nach ausreichender Bewegung und körperlicher Fitness stellt die FitnessbetreuerIn täglich vor neue Herausforderungen. Den Kunden zu beraten, wie sie durch Sport und körperliche Fitness einen Ausgleich zum Berufsleben schafft, ist ihre Kernaufgabe. Durch
die schnell wachsende Branche und den unaufhaltsamen Trend zu Gesundheit und Fitness ist der Tätigkeitsbereich der FitnessbetreuerIn dementsprechend vielseitig und anspruchsvoll. Immer auf dem neuesten Stand der Trainings- und Bewegungslehre sowie der Technik zu sein, ist dabei Voraussetzung.

FitnessbetreuerInnen vermitteln ihren Kunden das richtige Trainieren an den Geräten und Anlagen. Mit Unterstützung der Elektronischen Datenverarbeitung stellen sie individuelle Trainingsprogramme zusammen und stehen ihren Kunden beratend zur Seite (Kontrolltrainings). Dabei achten sie auf den fachgerechten Einsatz der Trainingsgeräte, wobei sie das Programm genau auf den Trainingsstand der Kunden abstimmen. Um dabei auf die Kundenwünsche eingehen zu können, diese in die Service- und Betreuungskonzepte einfließen zu lassen und sich gut verständlich zu machen (der Ablauf gewisser Übungen muss genau erklärt werden), müssen FitnessbetreuerInnen das fachgerechte Verhalten gegenüber ihren Kunden beherrschen. Das betrifft auch die Animation, Kommunikation und Körpersprache sowie das Führen von Beratungs- und Verkaufsgesprächen. Für diese Tätigkeiten ist weiters eine genaue Kenntnis und gute praktische Beherrschung der Erste-Hilfe-Maßnahmen wichtig, um eventuelle Sportverletzungen (Zerrungen, Knochenbrüche, Kreislaufkollaps u. a.) erstbehandeln zu können.

Darüber hinaus muss die FitnessbetreuerIn ganzheitliche Aspekte auch hinsichtlich körperlicher Gesundheit berücksichtigen. Sie verfügt über die erforderlichen Kenntnisse in Anatomie, Sportphysiologie, Sporttherapie, Ernährungslehre und gesunder Lebenshaltung. Neben Muskelaufbau und Körperformung, Kondition und Fettabbau nehmen auch Stressabbau, Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens, gesunde Ernährung usw. einen immer größeren Raum ein. Ausreichende Bewegung, richtige Entspannung und gesunde Ernährung werden heute als Grundpfeiler zur Erhaltung und Förderung von Gesundheit angesehen.
Außerdem sind die FitnessbetreuerInnen für die Instandhaltung der Fitness- und Trainingsgeräte (Einstellarbeiten, Wartung, Hygiene) zuständig. Weiters übernehmen sie Büro- und Verwaltungsaufgaben: Sie führen Kundenlisten, stellen Mitgliedskarten aus, heben Gebühren ein und erledigen den anfallenden Schriftverkehr. In manchen Studios ist die Beratung und der Verkauf verschiedener Produkte, welche im Rahmen der Trainings- und Fitnessprogramme unterstützend eingesetzt werden (das reicht von Trainingskleidung bis hin zu gesunden Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika), Teil der täglichen Arbeit.
Einer Karriere in dieser boomenden Branche steht nichts im Wege. Die Möglichkeiten nach der Lehre sind sehr vielfältig und breit gesteckt – von der selbständigen Führung eines Sportstudios oder Fitnesscenters bis hin zu Spitzenjobs im Sportmanagement.

VeranstaltungstechnikerIn – Bühne als Meisterwerk
Kochen, Servieren, Gäste betreuen und Reisen planen sind zweifelsohne die klassischen Berufsprofile, aber bei weitem nicht alles, was die Tourismus- und Freizeitbranche hinsichtlich Berufsbildern zu bieten hat. Auch Jugendliche mit handwerklichem Geschick und technischer Begabung sowie ausgeprägtem Teamgeist finden im Tourismus ihr berufliches Standbein. Gerade in der Freizeitwirtschaft bietet der 3 1/2-jährige Lehrberuf VeranstaltungstechnikerIn Jugendlichen die Möglichkeit, bei der Vorbereitung und Durchführung einer breiten Palette von Veranstaltungen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem spannenden Betätigungsfeld umzusetzen. Bei der abendlichen Vorstellung erleben sie dann ihr eigenes Meisterwerk – die Bühne – in Aktion.

VeranstaltungstechnikerInnen sind für die technischen Aufbauten und Anlagen zuständig, die bei Veranstaltungen aller Art benötigt werden (Theateraufführungen, Konzerte, Fest- und Sportveranstaltungen, Tagungen und Seminare usw.). Sie stellen theater- und veranstaltungstechnische Aufbauten her und montieren sie. Dabei handelt es sich um Bühnen, Kulissen, Dekorationen, Podeste, Gerüste, Traversen usw. Für diese Arbeit lernen die VeranstaltungstechnikerInnen Bearbeitungstechniken wie Messen, Anreißen, Bohren, Schneiden, Feilen und Hobeln zu beherrschen. Das Verbinden und Trennen von Werkstoffen ist genauso wichtig wie das Lesen technischer Zeichnungen und Bühnenbildplänen sowie die Kenntnisse über die Festigkeitslehre und die Statik. Bei ihrer Arbeit achten sie auf das richtige Sichern, Transportieren und Lagern von Dekorationen, Geräten und Anlagen (auch mit mechanischen Hilfsmitteln). Die Arbeitsabläufe zu organisieren und gestalten sowie im Team und projektbezogen zu arbeiten, ist dabei Voraussetzung.

Ein wichtiger Bereich der Tätigkeit von VeranstaltungstechnikerInnen sind die Licht- und die Tontechnik. In der Lichttechnik messen sie lichttechnische Größen und erstellen Beleuchtungspläne. Sie wählen die Projektionsgeräte und Scheinwerfer aus, stellen sie auf, montieren sie und richten sie ein. Dabei orientieren sie sich an den Beleuchtungsplänen, in denen das Ausleuchten der Szenen beschrieben ist. In der Tontechnik messen die VeranstaltungstechnikerInnen schalltechnische Größen, sie erstellen Pläne für die Toneinrichtungen, wählen die Mikrophone aus und positionieren sie. Sie konfigurieren Mischpulte, bauen aufnahmetechnische und übertragungstechnische Geräte für Bild und Ton auf, richten sie ein und bedienen sie. Während der Veranstaltungen steuern sie alle bühnen- und szenentechnischen Einrichtungen, die Beleuchtungs- und Projektionseinrichtungen sowie Beschallungseinrichtungen. Außerdem treffen sie die Auswahl der Spezialeffekte (Feuer-, Rauch- und Nebeleffekte) und sorgen für deren Einsatz. Nach Ende der Veranstaltungen bauen die VeranstaltungstechnikerInnen die Aufbauten, Dekorationen und sonstigen technischen Einrichtungen wieder ab und führen fallweise Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten daran durch. VeranstaltungstechnikerInnen haben bei ihrer Arbeit engen Kontakt mit dem gesamten Team, das für die jeweilige Produktion zuständig ist (z. B. Regisseur, Kameraleute, Bühnenbildner, Schauspieler etc.).

Neben all diesen praktischen und sehr technischen Arbeiten erwirbt die VeranstaltungstechnikerIn im Laufe ihrer Ausbildung umfassende Kenntnisse über berufsbezogene Bestimmungen und Rechtsvorschriften wie z. B. Sicherheitsvorschriften und Schutzmaßnahmen. Aber auch die Planung der veranstaltungstechnischen Abläufe sowie die Berechnung der Kosten gehört zum umfassenden Aufgabenbereich.
Innerhalb der Veranstaltungsunternehmen im Seminar-, Freizeit-, Film-, Musik-, Schauspiel-, Theater- und Tanzbereich kann die VeranstaltungstechnikerIn bis zum PartieführerIn oder zur EinsatzleiterIn aufsteigen, aber auch der Weg in die Selbständigkeit ist nicht weit.
Lehrberufe & Ausbildung:
Umfangreiche Informationen über Lehrberufe und Ausbildung im Tourismus finden Sie auf folgenden Internetseiten:
www.dertourismus.at
www.tourismusberufe.at
www.hotelverband.at
www.diegastronomie.at
Unter www.wko.at/lehrstellen finden Sie außerdem die gemeinsame Lehrstellenbörse von WKO und AMS mit über 4.000 Lehrstellen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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