Direkt zum Inhalt

Jetzt oder nie!

18.03.2010

Knapp 300 österreichische Gastronomen kamen zum 16. GastroBizz nach Krakau. Jetzt oder nie – so lautete das motivierende Motto, unter das Veranstalter Herbert Starl die 16. Auflage seines einzigartigen Gastronomie-Kongresses GastroBizz stellte.

Veranstalter Herbert Starl

Und motiviert waren sie, die knapp 300 heimischen Gastronomen, die den Weg nach Krakau auf sich genommen hatten. Dafür wurden sie nicht nur mit einem hervorragendem Vortragsprogramm und einen nagelneuen Veranstaltungshotel belohnt. Auch die alljährliche Gastrotour, bei der die Teilnehmer die Lokalszene vor Ort unter die Lupe nehmen, war vom Feinsten. Krakau ist nicht nur eine der schönsten Städte Mitteleuropas, sondern dank der zahlreichen Studenten, die hier leben, auch eine der lebendigsten.

Ein Auftakt nach Mass

Los ging es am Sonntagabend mit einem Empfang und Dinner im erst vor wenigen Monaten eröffneten Park Inn Hotel. Bevor es jedoch so weit war, hatte Herbert Starl noch ein in jeder Hinsicht begeisterndes Impulsreferat eingeplant.
Der oberösterreichische Genetikprofessor Markus Hengstschläger schaffte mit seinem Vortrag über die Macht der Gene den Spagat zwischen wissenschaftlicher Seriosität und unterhaltsamen Kabarett.

So zeigte Professor Hengstschläger einerseits auf, wieso sich Frauen keine Männer schön trinken können. Andererseits ist es ebenfalls genetisch bedingt, wieso wir bestimmte Dinge besonders gut können. „Man hat es, oder hat es nicht“, brachte es Hengstschläger auf den Punkt.

Es lebe der Unterschied
Aus der Erkenntnis, dass manches vorher bestimmt ist, sei jedoch nicht zu schließen, dass es keinen Sinn mache, sich nicht anzustrengen. Ganz im Gegenteil. Nur sollte man sich vor scheinbar objektiven Standards hüten und die unterschiedlichen Talente und Veranlagungen seiner Mitmenschen (und Mitarbeiter!) schätzen, anstatt alle über den gleichen Kamm zu scheren.

„Wir wissen nicht, welche Eigenschaften wir morgen brauchen. Ein Unternehmen, in dem alle gleich ticken und alle das Gleiche gut können, ist für Krisensituationen sehr schlecht gerüstet“, warnte Hengstschläger vor zu viel Gleichklang im Unternehmen.

Der Erfolg einer Veranstaltung hängt von vielen Faktoren ab, vor allem wenn sie über viele Jahre Bestand hat. Um den Teilnehmern eines jeden GastroBizz ein hochkarätiges Programm bieten zu können, ist für Veranstalter Herbert Starl (Bild, mit Waltraud Huetz-Ebner von hogast) das Vertrauen langjähriger Partnerfirmen unverzichtbar. Neben den Hauptsponsoren Helvetia Versicherung, Brau Union und WKO zählen auch treue Wegbegleiter wie Bauerspirits, Koll und Pago. Aber auch der italienische Kaffeespezialist Segafredo ist schon viele Jahre mit dabei, ebenso wie Gastrolieferant Kröswang.

Beliebter Treffpunkt war wieder der Stand der Brau Union, wo sich Ernst Lengauer (RFW) und Helmut Hinterleitner (WKÖ) nicht nur über die Ergebnisse der Kammerwahl unterhielten.

Dennoch steht für die meisten Teilnehmer natürlich das eigentliche Vortragsprogramm im Zentrum des Interesses. Zu den absoluten Highlights zählte diesmal Hermann Scherer, der gleich zweimal aufs Podium durfte, um sehr abwechslungsreich aufzuzeigen, wie man das von allen gefürchtete Mittelmaß erfolgreich hinter sich lässt.

Aber auch das Wirtschaftskabarett von Otmar Kastner sorgte mit seinem Programm „Childhood oriented Management“ nicht nur für heitere Lacher, sondern für jede Menge inhaltlichen Tiefgang.
Dass man Inhalte am besten humorvoll vermittelt, weiß wohl niemand besser als Max Mayerhofer, der als Moderator schon zu den Stammgästen eines jeden GastroBizz zählt.

Doch bei so viel humorvoller Leichtigkeit durfte auch eine Portion ernsthafter Tiefgang nicht fehlen. Pater Karl Wallner sprach aus Sicht eines Mönchs über Wege zu einem sinnerfüllten und glücklichen Leben.

Nach dem Motto „nutzt eh nichts“ kann wohl nur ein Persönlichkeitstrainer wie Eric Adler Verkaufserfolge in der Gastronomie garantieren. Die tiefere Botschaft, wie man’s richtig macht, kam dennoch perfekt rüber. Motivationsguru Martin Betschart weckte zum Abschluss die schlummernden Ressourcen der Zuhörer, die wohl auch vom diesjährigen GastroBizz jede Menge Energie für ein erfolgreiches Jahr 2010 mitgenommen haben.

Abwechslungsreiche Kurzpräsentationen erfolgreicher internationaler Unternehmenskonzepte (Ivo Adam, Seven in Arosa; Michael Schottenhammel, quivasou, München; Nelly Roth, adguests, Heilbronn) rundeten das Vortragsprogramm wie gewohnt gelungen ab.

Wolfgang Schedelberger

Infos: www.gastrobizz.at 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
16.11.2020

Die Zeit der coronabedingten Betriebsschließung kann man dazu nutzen, um sich ein paar neue Inspirationen für die Küche zu holen. Von Fusionküche über die Kunst des Würzens bis zu Tricks zum ...

Tolle Idee: Statt Weihnachtsfeier Gutscheine für Mitarbeiter.
Gastronomie
12.11.2020

Gäste kaufen Gutscheine: Der Gastro-Großhändler ruft eine Aktion ins Leben, um der Gastronomie zu helfen. 

Huber vor seinem Wirtshaus, das er am  1. Juli übernommen hat. Drinnen riecht  es nach Gemütlichkeit.
Gastronomie
11.11.2020

Martin Huber führt neuerdings das Gasthaus im Demutsgraben bei Zwettl. Mit vorsichtigen Änderungen will er die Speisekarte etwas moderner gestalten, ohne auf die Kraft des Waldviertels zu ...

Für die Tourismusbranche gibt es einige Sonderregeln bei den neuen Kündigungsfristen.
Gastronomie
09.11.2020

Für die Tourismusbranchen wie Gastronomie und Hotellerie gelten Ausnahmen bei der geplanten Anpassung der Kündigungsfristen von Arbeitern und Angestellten. Wir erklären, welche Regelungen jetzt ...

Tourismus
05.11.2020

Wir haben Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Tourismusbranche nach den Auswirkungen des zweiten Lockdowns auf das jeweilige Business gefragt.

Werbung