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Jobbonus auch für Saisonniers

03.05.2017

Wenn Betriebe neue Arbeitsplätze schaffen, ersparen sich diese 50 Prozent der Lohnnebenkosten. Und das für maximal drei Jahre. Ein toller Anreiz für Unternehmen, der ab 1. Juli gilt und offensichtlich auch Saisonarbeiter betreffen wird. Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ aus Regierungskreisen erfuhr, muss das Beschäftigungsverhältnis nämlich nur mindestens vier Monate dauern. Ursprünglich hätte der Bonus erst nach sechs Monaten gelten sollen. 

Bonus für „Inländer“

Die Bundesregierung hatte den Beschäftigungsbonus vor zwei Monaten als Kernstück der Arbeitsmarktmaßnahmen präsentiert. Zwei Milliarden Euro wird der Staat dafür aufwenden. Geld, das über das Mehr an Beschäftigung wieder ins Budget fließen soll. 

Für Diskussion sorgte, dass der Bonus als Bremse für Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern konzipiert ist. Demnach müssen die Arbeitssuchenden beim AMS gemeldet sein oder bei einem Jobwechsel in den vergangenen zwölf Monaten für mindestens sechs Wochen in Österreich beschäftigt gewesen sein, beziehungsweise im vergangenen Jahr mindestens sechs Wochen eine Schule, Lehre oder Uni-Ausbildung absolviert haben. Die Regel gilt für In- und Ausländer, schließt aber klarerweise Arbeitskräfte, die noch nicht in Österreich tätig waren, aus. Laut Bundeskanzler Kern wurde dadurch eine Möglichkeit gefunden, die Vermittlung von in Österreich arbeitslos gemeldeten Personen und nicht den Zuzug von Arbeitskräften aus (östlichen) EU-Staaten zu fördern und dabei dennoch nicht EU-Recht zu brechen.

Autor/in:
Daniel Nutz
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