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Jugendliche reisen anders

12.01.2010

Reisen gehört bei jungen Menschen zum Lifestyle. Neues kennen lernen,Flexibilität, Spaß und Abwechslung sind für Jugendliche wesentlicheReisemotive. Recherchiert wird großteils mittels Computer und Reiseführer, gebucht vor allem im Internet. Um diesen Wünschen und Bedürfnissen zu entsprechen und um die Kunden der Zukunft zu gewinnen, müssen Reisebüros ihr Angebot und Image speziell auf die „Next Generation“ ausrichten.

Dr. Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Motivforschung und Bernhard Wegscheider, Geschäftsführer TraviAustria

61 Prozent der befragten Jugendlichen planen nächsten Sommer einen Urlaub. Jedoch nur knapp ein Drittel der Befragten will diesen Urlaub in einem Reisebüro buchen. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts „Karmasin Motivforschung“ im Auftrag von TraviAustria hervor. Die Studie wurde in Form einer telefonischen Umfrage und von Gruppendiskussionen durchgeführt.

Entweder Romantik oder Nachtleben

Die Art des Urlaubs hängt bei Jugendlichen sehr oft von der Reisebegleitung ab. Eine Reise mit der Freundin oder dem Freund sollte romantisch und entspannend sein. Bei einem Urlaub mit Freunden geht es in erster Linie um den Fun-Faktor – in diesem Fall spielt das Nachtleben eine entscheidende Rolle. Generell ist die junge Generation aber mehr an Städte- und Individualreisen als an klassischen Badeurlauben interessiert. Der Trend geht bei Jugendlichen in Richtung online-Buchungen, da der Umgang
mit dem PC und dem Internet für sie selbstverständlich ist. Sie können mehrere
Angebote vergleichen, haben eine größere Auswahl und das alles bequem und zu jeder Uhrzeit von zu Hause aus. Für die Reiseplanung selbst, ziehen Jugendlich verschiedene Informationsquellen heran. Einerseits informieren sie sich im Internet, anderseits spielt der klassische Reiseführer nach wie vor eine wichtige Rolle. Manchmal holen sie sich auch Kataloge aus dem Reisebüro oder lassen sich vor Ort beraten, auch wenn sie nicht im Reisebüro buchen. Berichte in Zeitschriften oder Tipps von Freunden sind ebenfalls beliebte Bezugsquellen.

Es fehlt an maßgeschneiderten Angeboten

„Die Studie hat auch gezeigt, dass junge Menschen wenig Erfahrung mit
Pauschalreisen haben. Pauschalreisen werden zwar grundsätzlich nicht
abgelehnt, es fehlt jedoch an Angeboten, die speziell auf junge Menschen
ausgerichtet sind“, meint Karmasin. Neben Vorurteilen (isoliert, keine Flexibilität, man kann sich das Hotel nicht aussuchen etc.) halten viele Jugendliche Pauschalreisen für zu teuer. Teilweise werden Pauschalreisen auch mit All-Inclusive-Angeboten gleichgesetzt.Auch wenn viele Jugendliche durchaus die Vorteile von Reisebüros sehen (gute Beratung, persönliche Betreuung etc.), so überwiegen doch die Nachteile. Vor allem schätzen viele die Kosten einer Buchung im Reisebüro deutlich höher ein, als bei einer Online-Buchung. Die Jugendlichen haben auch das Gefühl, dass die Beratung nicht neutral ist und es nur eine eingeschränkte Auswahl an Angeboten gibt.

Urlaubsbuchung im Kaffeehaus

Nach Ansicht der Jugendlichen sollten die Reisebüro-Berater jung sein, ähnliche Interessen haben und aus eigenen Erfahrungen über Reisen berichten können. Sie sollten auf die Bedürfnisse der jungen Menschen eingehen, die Lust am Reisen wecken und nicht das Gefühl vermitteln, dass der Kunde zu einem Kauf verpflichtet ist. Die Berater sollten einerseits kompetent sein, andererseits sollten sie freundlich, geduldig und vor allem ehrlich sein. Um lange Wartzeiten zu vermeiden, wünschen sich viele Jugendliche Terminvereinbarungen bzw. Termine zu Hause oder im Kaffeehaus. Auch auf der Wunschliste stehen individuell zugeschnittene Newsletter, Reiseblogs, Beratung via Skype, Videos auf YouTube und der Einsatz von Social Networks wie Facebook, Twitter & Co.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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