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Junge Österreicher sind Reiseweltmeister

09.09.2004

Die Hälfte der jungen Österreicher unternimmt jährlich mehr als zwei Auslandsreisen. Damit sind sie – gleichauf mit der Schweizer Jugend – Reiseweltmeister. Knapp dahinter folgen die USA mit 49 Prozent, Japan mit 45, Südafrika mit 43 und Deutschland mit 40 Prozent.

Dieses Ergebnis brachte eine detaillierte Befragung von mehr als 20.000 Kunden und Mitarbeitern, die STA Travel, der führende Anbieter von Jugend- und Studentenreisen, anlässlich des 25-jährigen Bestandsjubiläums in zehn Ländern durchführte. Erhoben wurden die Reisegewohnheiten in Österreich, Deutschland und der Schweiz, Skandinavien und Großbritannien, Nordamerika, Singapur, Südafrika, Japan und Australien/Neuseeland.

Auch bei Reiseausgaben großzügig
Auch bei den Reiseausgaben pro Jahr liegen die Österreicher – rund 1.500 wurden befragt - mit 1.864 Euro nur knapp hinter den Schweizern (1.978 Euro) und den führenden Briten (2.053 Euro) an dritter Stelle. Die Deutschen liegen mit 1.575 Euro im Mittelfeld.

Bei den Reisezielen liegt Europa in allen befragten Ländern mit Abstand an der Spitze, bei den Österreichern ist es für acht von zehn das nächste Reiseziel, gefolgt von Asien und Nordamerika. Das Ende der Beliebtheitsskala bilden Afrika und aus naheliegenden Gründen der Mittlere Osten, wohin es aber trotz allem zehn Prozent der abenteuerlustigen Südafrikaner zieht. In Sicherheitsfragen sind die jungen Leute eher unbekümmert: Immerhin 65 Prozent der Österreicher – und ebenso der Australier – lassen sich von Terroranschlägen nicht von einem Reiseziel abhalten.

Vergnügen und Ausspannen am wichtigsten
Vergnügen ist für die Jugend der Hauptgrund für Reisen, die Zentraleuropäer – Österreich, Schweiz, Deutschland – suchen überdies garantierten Sonnenschein. Danach folgen Kulturerlebnis, das den US-Amerikanern am wichtigsten ist, und Ausbruch aus dem Alltagstrott. Bei den Österreichern stehen dementsprechend Städtetrips und Strandurlaube im Vordergrund, 69 Prozent wollen einfach ihre „Batterien neu aufladen“, womit sie vor den Schweizern an der Spitze liegen.
Die Urlaubsbeschäftigungen entsprechen den Reisemotiven: Die Schweizer sind – gefolgt von den Deutschen und US-Amerikanern – die Weltmeister im Clubbing, für fast die Hälfte ist es die bevorzugte Urlaubsaktivität. Australier sind wild auf Wintersport, Amerikaner bevorzugen kulturelle Unternehmungen und Wandern, die Briten sind am abenteuerlustigsten und suchen adrenalintreibende Sportarten, wie Bungee Jumping, Paragliding oder Wellenreiten.

„Junge Reisende haben einen großen Einfluss auf den weltweiten Reisemarkt, denn sie setzen mit ihrem Entdeckergeist und ihrer Abenteuerlust neue Urlaubstrends, denen die Reiseindustrie oft Jahre später folgt“, erklärt Gerold Mauthner, Managing Director von STA Travel.

Die Reisegewohnheiten der rund 2.600 STA Travel-Mitarbeiter sind ähnlich, aber intensiver: 56 Prozent unternehmen mehr als zwei Reisen im Jahr, gegenüber
37 Prozent im Kundendurchschnitt. Bei den Urlaubsausgaben halten sie mit rund 2.130 Euro die Spitze. Bei den Reisezielen sind zwar ebenfalls Europa und Nordamerika am populärsten, bei den reiseerfahrenen Mitarbeitern sind aber Destinationen wie Asien oder Süd- und Zentralamerika stärker vertreten als bei den Kunden, sie sind auch abenteuerlustiger bei der Wahl ihrer Urlaubsbeschäftigung.

Im Detail gibt es naturgemäß nationale Unterschiede. So sind beispielsweise die Australier besonders unternehmungs- und abenteuerlustig. Sie könnten sich vorstellen, bei einem Tennisturnier die Socken von Venus Williams zu klauen oder bei Schneetreiben im Loch Ness zu tauchen.

Auf die Frage, was sie auf eine Reise unbedingt mitnehmen würden, zählten die Österreicher Zahnbürste, Kamera und ein gutes Buch auf. Bei den Deutschen steht die Kamera an erster Stelle, gefolgt von Kreditkarte und Zahnbürste, aber auch Kondome und Oropax. Die reiseerfahrenen STA Travel Mitarbeiter wissen worauf es wirklich ankommt: Antibiotika und Verdauungstabletten, Korkenzieher, Haarshampoo und Unterhosen. Interessant ist, was die Japaner nicht mitnehmen: Von den Befragten hatte kein einziger ein Handy mit.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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