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Kaffee, ein teures Gut

30.05.2008

Die Rohstoffpreise auf den Weltmärkten klettern auf Rekordmarken, so auch jener für Kaffee. Darüber hinaus sehen Finanzexperten durch Investitionen in den Rohstoff „Kaffee“ Ertragschancen in der Zukunft, was sich in den Preisen für Arabica- und Robustabohnen niederschlägt. Dies alles bei rückläufigen Ernteergebnissen und steigender Nachfrage.

Der Preis für Kaffee an den internationalen Rohstoffbörsen hat im Februar 2008 den Höchststand der letzten 10 Jahre erreicht. Dabei folgt der Kaffeepreis dem derzeitigen Trend am Rohstoffsektor. Ähnlich wie bei Gold und Rohöl ist die Nachfrage beständig stark. „Konkret hat sich der Preis für Robusta-Bohnen in den letzten sechs Jahren versechsfacht“, erklärt Helmut Grafinger, Geschäftsführer des Kaffee- und Teeverbandes in Österreich. Kostete im Jänner 2002 das Pfund Robusta noch 17,6 Cent, so notierte selbiges im Februar dieses Jahres bei knapp unter 110 Cent. Dazu besteht ein Nachfrageüberhang am Markt; die weltweiten Ernteerträge hingegen sind leicht rückläufig. Die „International Coffee Organisation (ICO)“ rechnet für den Zeitraum 2007/08 mit einem Ernterückgang um gut 7%.

Schwacher Dollar, starkes Finanzinteresse
Während der anhaltend schwache Dollarkurs der Preisentwicklung entgegenwirkt, verstärkt das Interesse zahlreicher Großinvestoren und Investitionsfonds am gesamten Rohstoffmarkt die Problematik. „Kaffee ist, wie andere kostbare Naturprodukte, Gegenstand von Finanzinvestitionen und Chancenrechnungen. Dieses Faktum erschwert die Berechenbarkeit für Kaffeeröster,“ weiß Grafinger. Darüber hinaus heizen steigende Energiekosten die Preise für Transport, Produktion und Lagerung an. Bedingt durch die angeführten Faktoren sind Auswirkungen auf das Preisniveau auch in Österreich vorhersehbar.

Qualität und Quantität
Trotzdem bleibt die Liebe des Österreichers zu dem Heißgetränk ungebrochen. Die Innovationen im Zubereitungsbereich sowie verstärktes Genuss- und Qualitätsbewusstsein halten den Konsum hoch. Die Vielfalt am Röstkaffeemarkt steigt: von Kapsel- und Padsystemen abgesehen ist es auch die angebotene Sortimentsbreite, die für Impulse sorgt. „Die Konsumenten haben zu unterscheiden gelernt. Kaffee ist nicht gleich Kaffee, für Qualität sind die Österreicher auch bereit, entsprechend zu zahlen“, so Grafinger abschließend.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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