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Kaffeebraune Schwäne

04.05.2009

Bei den diesjährigen Baristameisterschaften betrat der selbständige Barista Georg Branny gleich dreimal das Siegespodest in Graz. Er wird Österreich bei der Barista-Weltmeisterschaft in Atlanta/USA sowie bei den Latte Art Championships und Coffee in good Spirits Championships in Köln vertreten.Von Irene Stelzmüller

Duftendes Kaffeearoma und perfekter Milchschaum, das waren die Ingredienzien der österreichischen Baristameisterschaften 2009, die im Grazer Einkaufszentrum Citypark stattfanden. An drei Tagen ritterten die besten heimischen Baristi um die begehrten Staatsmeistertitel in den Kategorien "Barista", "Latte Art", "Coffee in good Spirits" und "Ibrik". Der regierende Staatsmeister Georg Branny nahm die Herausforderung an: "Ich will noch einmal die Baristameisterschaften gewinnen. Ich habe mit der Weltmeisterschaft noch eine Rechnung offen. Ich möchte Österreich in Atlanta vertreten. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Ich verwende sicher keine Kaffeemischung mehr, die aus 70 Prozent Arabica und 30 Prozent Robusta besteht." Und er gewann mit einer ausgezeichneten Präsentation und fast 60 Punkten Vorsprung vor Johanna Wechselberger (Meinl Kaffeeakademie) neuerlich die Österreichische Baristameisterschaft 2009.
Hingegen entschied nur ein Punkt über Sieg oder Niederlage bei "Latte Art", wo der kunstvolle Umgang mit Milchschaum im Vordergrund stand. Georg Branny verzierte seine Cappuccini mit drei gegossenen Rosetten, und als Eigenkreation zauberte er zwei Schwäne aus Milchschaum mit offenen Flügeln in die Tasse. Habib Ghulamshaki, Barista im Café Drechsler in Wien, erhielt für seine mit Kakao verzierten Milchschaumkreationen (Rosetten und Drache) von der Jury um zwei Punkte mehr als Branny; aber er überschritt das Zeitlimit von acht Minuten - und das kostete wiederum wertvolle Punkte. Und im Vorbeigehen holte sich Branny auch noch den Titel im Wettbewerb "Coffee in good Spirits".
Gleichzeitig fanden verschiedene Workshops zum Thema Kaffeequalität mit Kaffee-Experten Goran Huber statt, bei diesen er so manch einfache Tipps für die Praxis gab. Besonders wichtig ist ihm die Einstellung der Brühtemperatur an der Siebträgermaschine. Er erklärte dazu folgendes: "Verwende ich eine 100 Prozent Arabica-Mischung, so sollte die Brühtemperatur zwischen 90 und 92 C liegen, um die fruchtig feine Säure des Kaffees in der Tasse zu erhalten. Enthält der Kaffee einen hohen Anteil an Robusta, so kann die Brühtemperatur schon auch 95C betragen." Weiters stellt er die Kaffeetassen immer so hin, dass er sie am Henkel nehmen kann, denn es entspricht nicht mehr den heutigen Hygienestandards, die Tassen am Tassenrand, der zum Mund geführt wird, anzugreifen. In einem weiteren Workshop lehrte er das Milchschäumen für den Hausgebrauch das Gießen von einem Herz oder einer einfachen Rosette.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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