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Kaffeepreise steigen

07.02.2006

Mit einem Durchschnittspreis* von 89,4 US-Cent je Pfund lag der Preis für Rohkaffee im Jahr 2005 deutlich über dem Niveau der Vorjahre (2004: 62,2 US-Cent, 2003: 51,9 US-Cent). Nach einem Höchstwert von 101,4 US-Cent im März gingen die Preise für die schwarzen Bohnen während der Sommermonate 2005 leicht zurück. Nachdem im September 2005 der Tiefststand von 78,8 US-Cent/Pfund erreicht war, begannen die Preise jedoch erneut kontinuierlich zu steigen. Im Monat Dezember musste man an den internationalen Rohstoffbörsen für ein Pfund Rohkaffee im Durchschnitt bereits 86,9 US-Cent berappen.
Der Trend nach oben setzte sich Anfang 2006 fort: Am 6. Jänner 2006 durchbrach der Rohkaffeepreis erstmals seit Anfang 2005 wieder die Ein-Dollar-Marke und hält am 24. Jänner 2006 bei einem Wert von 104,0 US-Cent je Pfund. Vor allem die Preise für die in Österreich beliebten edlen Arabica-Sorten zogen stark an.
Die International Coffee Organization geht für 2005 von einem Kaffee-Verbrauch von 117 Millionen Sack Kaffee weltweit aus (2004: 117 Millionen Sack). Im laufenden Jahr dürfte der Verbrauch auf 119 Millionen Sack ansteigen. Die Schätzungen für die Weltproduktion im Erntejahr 2006/07 reichen von 120 bis 122 Millionen Sack. Dennoch rechnen die Experten der International Coffee Organization nicht mit einem Kaffeeüberschuss, da die Lager in den Importländern in Folge der schlechten Ernten 2005/06 leer sind. Das hohe Preisniveau bei Rohkaffee wird sich daher voraussichtlich in den nächsten Monaten fortsetzen.

Neben den steigenden Rohstoffpreisen wirkt sich auch der hohe Erdölpreis negativ auf die Endverbraucher-Preise für Kaffee aus, da die Kosten für die Kaffeeröstung, für einzelne Automatenkomponenten und den Transport steigen.

Mag. Gerald Steger, Geschäftsführer der café+co International Holding, des führenden Betreibers von Kaffeeautomaten in Österreich und Zentraleuropa: „Trotz der steigenden Rohstoffpreise haben wir nicht vor, unsere Kaffeepreise in nächster Zeit generell zu erhöhen. Begünstigt durch den Neukundenrekord des letzten Jahres und die dadurch erwarteten Logistik-Synergien werden wir versuchen, den zusätzlichen Kostendruck größtenteils aufzufangen.“

Infos: www.cafeco.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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