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Bessere Karten haben Wirtshäuser womöglich ab Herbst in Tirol.

Kampf dem Wirtshaussterben

05.09.2019

Die klassischen Wirtshäuser werden immer weniger. Dagegen will die Tiroler Landespolitik nun etwas unternehmen. Betriebe werden speziell gefördert.  

Die Gründe mögen vielfältig sein. Die unattraktiven Arbeitszeiten, der Mangel an Fachpersonal oder auch die strengen Auflagen. Fakt ist, dass immer mehr Wirtshäuser zusperren. Schlecht für den sozialen Zusammenhalt ganzer Ortschaften, wo „beim Wirten“ stets gesellschaftlicher Austausch stattfand. In Tirol will man nun dagegen etwas unternehmen. Die schwarz-grüne Landesregierung hat für Herbst ein Maßnahmenpaket angekündigt, das zum Erhalt der Wirtshäuser beitragen soll.

Förderungen

Was ist geplant? Etwa eine Förderung bei Übernahmen von 15 Prozent des Volumens. Zudem gebe es eine Landesprämie von 10.000 Euro, falls es sich dabei um das letzte Wirtshaus im Dorf handelt. Außerdem soll ein Jungunternehmerdarlehen von maximal 150.000 Euro, beziehungsweise 60 Prozent der förderbaren Summe, gewährt werden. Kriterium, damit man die Förderungen auch abschöpfen kann, sind eine ganzjährige Öffnung, ein A-la-carte-Angebot und auch ein Bekenntnis zur traditionellen und regionalen Küche. Dies mutet auf den ersten Blick kontraproduktiv an, da oft fehlende Innovationsbereitschaft als Grund für das Wirtshaussterben angeführt wird. 

Weniger Bürokratie

Begleitet werden sollen Fördermaßnahmen und Bürokratievereinfachungen mit der bereits beschlossenen Fachkräfteinitiative. So werde 
es ab Herbst beispielsweise eine 18-monatige Ausbildung im Tourismusbereich geben, die von Land Tirol und Wirtschaftskammer finanziert wird. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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