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Die neue Kassenzone im Abholmarkt von Kastner in Krems

Kastner: Großhandel im Plus, Redesign und 3D-Lebensmitteldrucker

09.02.2016

Auf der Jahrespressekonferenz zog Kastner Bilanz, präsentierte Ausbaupläne, die neue Homepage, überwiegend positive Umsatzzahlen und den serienreifen 3D-Lebensmitteldrucker von Print2Taste

Der 3-Drucker Bocusini in Aktion auf der GAST Herbst
Christof Kastner mit dem Stephansdom, ausgedruckt auf der GAST

„Wir wachsen weiter kontinuierlich“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Christof Kastner. 2012 erzielte man einen Umsatz von 178 Mio Euro, 2015 waren es 206 Mio. Der Großhandel liegt dank Biogast (+6%) im Plus, insgesamt sei man in der Gruppe mit 3,5% im Plus. Das Bio-Diversität-Projekt mit dem Umpflanzen von alten Apfelbäumen habe außer bei zwei Bäumen trotz einiger Unkenrufe („Alte Bäume darf man nicht verpflanzen!“) gut funktioniert, der „Kastner Apfel“ ist in die Liste der althergebrachten Apfelsorten aufgenommen und die Kastner Gruppe ist jetzt unter den Top 500 Unternehmen in Österreich.

Redesign

Das Redesign der Abholmärkte ist am Ausrollen: Letztes Jahr wurde in Krems der erste Markt komplett umgestaltet (siehe Foto). Auch Jennersdorf ist fertig. Die neuen Märkte bieten offenere Räume zur einfachen Orientierung, eine übersichtliche Regalgestaltung mit Fokus auf das Produkt sowie ein komplett neues Farb- und energieeffizientes Lichtkonzept. 2016 wird Wien komplett umgebaut (neuer Leiter: Josef Krichhammer) ebenso wie Zwettl und Eisenstadt.

Bio und Gourmet boomt

Es gibt neu einen Bio-Katalog für die Gastronomie und den Bio-Fachhandel mit 12.000 Produkten, von denen 4000 speziell für die Gastronomie angeboten werden. Speziell für die Gastronomie gibt es auch die neue Premium-Fleischmarke  „San Alberto High Quality Beef“: dank hormonfreier Aufzucht, Getreidefütterung und Weidehaltung ein hochqualitatives Fleisch vom Angus Rind aus Uruguay. Überhaupt laufen nach Aussage von Christof Kastner die höherpreisigen Gourmet-Artikel („Feinspitz“) sehr gut – wie wir finden: ein gutes Indiz für die Entwicklung der heimischen Gastronomie!

Im E-Commerce-Bereich startet man nach der Integration des Start-Up-Unternehmens myProduct.at „mit voller Kraft durch“: mit mehreren Online-Shops, darunter auch welche im Mode- , Print- und Tourismusbereich. Kastner tritt hier als Online-Dienstleister (dank der Expertise der jungen Leute von myProduct). Die eigene Homepage hat man auch renoviert.

3D-Drucker

Und, last but not least, der auf der GAST im Herbst vorgestellte 3D-Lebensmitteldrucker Bocusini geht jetzt tatsächlich „in Serie“ und wird inklusive Kartuschen bei Kastner ab März exklusiv verkauft. Er wird ab 1499 Euro kosten, die 8er-Packung Kartuschen 39 Euro. Damit kann man 200 mittelgroße Objekte oder 800 kleine Objekte ausdrucken. Über eine App kann man selbst eine Vorlage zeichnen oder aus vorgefertigten Figuren auswählen. Es sind 30 verschiedene Füllungen erhältlich – von Marzipan über Leberpastete bis zu Eiweißschaum oder Kaugummi. Für Christof Kastner ist das mehr als ein Spielzeug für Patissiers oder kreative Hoteliers: „Damit könnte man für Menschen mit Schluckbeschwerden zum Beispiel ‚künstliche‘ Erbsen aus Erbspüree drucken. Diese neue Textur verspricht wesentlich mehr Genuss beim Essen!“

www.3d-lebensmitteldruck.at

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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