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Kein Interesse an CSR?

18.05.2017

Ein unlängst in meiner Funktion als Umweltberaterin gestarteter Rundruf unter heimischen Hoteliers zum Thema Nachhaltigkeit/CSR war enttäuschend: Nur zwei von 40 von mir befragten Direktorinnen und Direktoren waren am Thema wirklich interessiert. Angesichts der Herausforderungen der Branche eigentlich erstaunlich.

Umweltberaterin Alexandra Adler von Weitsicht
Die Expertin

Alexandra Adler 
CSR-Expertin, Tourismusfachfrau, Umweltzeichenberaterin und Geschäftsführerin von „Weitsicht“ 

a.adler@weitsicht.solutions

•    Der Klimawandel lässt bereits jetzt heimischen Skiregionen die Lebensgrundlage wegschmelzen, veränderte Angebote sind dringend nötig.
•    Gastronomie und Tourismus leiden unter Nachwuchsproblemen. Attraktive Arbeitsbedingungen, durchaus nicht nur finanzieller Art, sondern mittels ehrlicher, werteorientierter Unternehmenskultur zeigen bei so manchem Hotelier Erfolg.
•    Preisdruck und Konkurrenzkampf zahlen sich unterm Strich für niemanden aus. Stabile und faire Beziehungen zu Lieferanten sparen Geld und Nerven und helfen auch über schwierige Phasen hinweg.
•    Im Schatten des Tourismus finden sich auch Menschenhandel und Zwangsarbeit. Zusammenarbeit mit einschlägigen NGOs und „zero tolerance“ gegenüber „Kavaliersdelikten“ der Gäste schützt Mitarbeiterinnen und ortsansässige Frauen und Mädchen. 
•    Schlussendlich die Frage der Kundenzufriedenheit durch ehrliche, regionale Qualität. 

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung für den heimischen Tourismus bedeuten letztlich Zukunftssicherung und eine verantwortungsvolle Wertschöpfung. So soll Tourismus sein!

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