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Kein Stillstand in Bad Gleichenberg

09.12.2004

Obwohl bereits im nächsten Jahr das bisherige Kur-und Thermenzentrum Bad Gleichenberg einem Neubau weicht, bleibt der Tourismusort dank ausgefeilter Logistik auch während der Bauphase das steirische Kur-Kompetenzzentrum.

Im steirischen Traditionskurort Bad Gleichenberg geht es Schlag auf Schlag in Richtung Zukunft: Nachdem erst vor wenigen Tagen mit Walter und Titus Pernthaler das Architektenteam für den Neubau des Gesundheitsresorts nominiert wurde, sind weitere wichtige Entscheidungen gefallen.Zum ersten wurde sichergestellt, dass Bad Gleichenberg trotz der Schließung des Thermenzentrums von Juni 2005 bis voraussichtlich Herbst 2006 (geplante Inbetriebnahme der neuen Anlagen) d a s steirische Kur-Kompetenzzentrum bleibt. Die Verantwortlichen haben sich die Entscheidung, wegen des Abrisses der alten Anlagen ein Jahr lang auf den eigenen Thermenbetrieb zu verzichten, nicht leicht gemacht – aber letzten Endes ist sie unausweichlich. Mehrere Studien wurden erstellt, die allesamt zu einem Ergebnis kamen: Die Infrastruktur des bestehenden Thermalbades ist hoffnungslos veraltet, eine Renovierung - noch dazu bei wenigstens teilweisem Weiterbetrieb – ist aufgrund der hohen Kosten unmöglich.Trotzdem wurden bereits alle Vorkehrungen getroffen, damit Bad Gleichenberg im Bereich des Gesundheitstourismus keinerlei Einbußen erleidet.Das wichtige Kurzentrum wird ab Juni 2005 ausgelagert. Die klassischen Kurgäste werden also auch in der Zeit des so kurz wie nur möglich geplanten „Interregnums“ erstklassig betreut. Auch jene Gäste, die hauptsächlich wegen des Thermenvergnügens ihren Urlaub in Bad Gleichenberg verbringen, sitzen in diesem Jahr nicht auf dem Trockenen. Mit dem noch eigens zu präsentierenden Angebot „Thermenhüpfen“ wird diesen Besuchern die Möglichkeit geboten, Tagesfahrten zu anderen Thermen – wahlweise ins Steirische Thermenland, Slowenien oder ins grenznahe Ungarn – zu unternehmen, und so doch auf ihre Kosten zu kommen.Eines steht jetzt schon fest: Trotz aller Herausforderungen, die dieses Neubaujahr mit sich bringt, wird sich diese Investition mehr als auszahlen. Sowohl für Gäste, die ab 2006 im neuen Gesundheitsresort optimale Bedingungen vorfinden werden, als auch für Bad Gleichenberg und die Region. Von Einzelbehandlungsräumen über ein neues, integriertes Zentrum für alternative Behandlungsmöglichkeiten und erweiterten Kosmetikangeboten bis zu einem umfangreichen Gastronomiekonzept (das Restaurant wird übrigens ab Juni 2005 auch im Ersatzgebäude im vollen Umfang weitergeführt).Dazu wird auch die Parkplatzsituation entscheidend verbessert werden.Die Bad Gleichenberg Therapie und Thermen AG hat für die kommenden 18 Monate ein ganz klares Konzept: „Wir sind uns unserer Bedeutung und damit auch Verantwortung bewußt, die wir für die Wertschöpfung dieser Region darstellen“ weiß Vorstandsdirektorin Doris Neger, die lange und intensive Diskussionen mit besorgten MitarbeiterInnen und Betrieben aus Bad Gleichenberg und der Region geführt hat. „Das Kurzentrum ist der Hauptbesuchsgrund für Bad Gleichenberg. Um massive Nächtigungsrückgänge zu vermeiden, haben wir uns dazu entschlossen, den Kurbetrieb auszulagern. Das ist zwar aufwändig, aber unterm Strich wären die Wertschöpfungsverluste durch eine ersatzlose Schließung während des Neubaus weitaus höher.“ Heute ziehen alle an einem Strang, vor allem auch, weil alle Entscheidungen sofort kommunizert werden. In diesem Sinne, so Neger, „wird bereits in den nächsten Wochen ein Pre-Opening Büro eingerichtet, wo alle laufenden Informationen zum Projekt aufliegen werden.“

www.kurtherme.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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