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Keine Scheu vor Web 2.0

21.10.2010

Facebook, Twitter und Co. sind längst keine Modeerscheinung für junge Leute mehr, aus einem Trend ist eine Massenphänomen entstanden.Das Thema ist brandaktuell, der Informationsbedarf hoch.

Social Media funktioniert standortunabhängig und weltumspannend – einzige Voraussetzung: ein Computer

Bei der Mitgliederinformationsveranstaltung „Keine Scheu vor Web 2.0 & Social Media – Mehr Kunden mit Google Maps, Facebook, YouTube & Co.“ der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft war die Lounge der Wiener Wirtschaft am Stubenring bis zum letzten Platz gefüllt. Der Boom der sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co. bietet uns Unternehmen zusätzliche, neue Marketingmöglichkeiten. Es gilt nur, diese aktiv zu nutzen. Deshalb freut es mich besonders, dass so viele Mitglieder zu dieser Veranstaltung gekommen sind“, so Spartenobmann der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, KommR Josef Bitzinger.

Ein branchenspezifischer Expertenvortrag
Die Vortragende Mag. Karin Schmollgruber ist Expertin auf dem Online-Gebiet. Sie beschäftigt sich seit 1998 mit dem Schwerpunkt Internet- und Onlinekommunikation und nun seit über vier Jahren mit dem Themenbereich Social Media. Weiters hat sich Mag. Schmollgruber seit 2006 auf Social Media in Tourismusunternehmen spezialisiert und hat durch die praktische Umsetzung bei großen Portalen und Websites wie z. B. WienTourismus, Austria Telekom und UTA (heute Tele2) viel Erfahrung gesammelt.

Was ist Social Media?
Eine Begriffsbestimmung
Zu Social Media zählt man: Social Networks (z. B. Facebook, Xing), Bewertungsplattformen, wie Holidaycheck, Tripadvisor, Google!, Qype, Tupalo, Videoplattformen (z. B. YouTube), Bilderplattformen (z. B. Flickr.com), Weblogs, Twitter und noch viel mehr. Hier setzt nun die Social Media Marketing an. Es kennzeichnet sich dadurch, dass durch den Einsatz von Online-Plattformen/Kanälen, wo Leute sich verbinden und kommunizieren, geworben wird. Das ist umso mehr wichtig, da die jüngere Generation immer immuner für herkömmlichWerbebotschaften wird und sich auch die Kommunikation verändert. Marken und Firmen sollen greifbarer werden, „mit menschlicher Stimme sprechen“. Auch das Medienverhalten ändert sich in Zeiten der Smartphones, und man ist gut beraten, Kunden dort anzusprechen, wo sie sind, nämlich online.

Das Ganze ist nur eine Modeerscheinung
Mit dieser Aussage sollte man vorsichtig sein. Das sagte man vor zehn Jahren auch beim Internet. Wer aber glaubt, dass nur Teenager zu erreichen sind, dem beweist die Statistik das Gegenteil. Und abgesehen davon, ist diese Zielgruppe die Zielgruppe von morgen.
Dazu einige Zahlen aus Deutschland: Bei unseren Nachbarn sind 44 Mio. online, davon 23 Mio. täglich. Unter den 15 in Deutschland meistbesuchtesten Seiten sind Facebook, YouTube, Wikipedia und Twitter. In Deutschland nutzen 11 Mio., das sind 20 Prozent, in Österreich 2 Mio., das sind 36 Prozent, Facebook. 60 Prozent der größten deutsch Marken sind im Social Web bereits aktiv.
Voraussetzungen und Bewerbung des Social Web Grundsätzlich sollte eine Aufgeschlossenheit gegenüber dem Internet bestehen.

Von Vorteil wäre eine informative Website, die ohne großen Aufwand zu warten ist. Es sollte eine Bereitschaft zur offenen Kommunikation, aber auch offene Ressourcen vorhanden sein.
Auf die Social-Web-Aktivitäten kann man auf der Speisekarte, durch Tischkarten, Rechnungen, am „Schwarzen Brett“, auf Prospekten und Flyern hinweisen, Letztere auch in Toiletten auflegen oder Kärtchen mit dem Hinweis auf Bewertungsplattformen produzieren lassen.
Wie geht man mit negativen Bewertungen um?
Zuerst muss man sich auf den diversen Plattformen registrieren lassen, um deren Tools zu nutzen. Auf besondere Kommentare sollte man dann reagieren, und zwar sachlich, kurz, fair und gegebenenfalls „ehrlich zerknirscht“.

Es sollten die geplanten Veränderungen und Verbesserungen beschrieben werden und der Gast eingeladen werden, sich persönlich davon zu überzeugen. Es ist auch legitim, Wohlgesinnte zu bitten, ihre objektive, positive Sichtweise zu veröffentlichen. Hoteliers sollten bedenken, dass es sich bei einer allzu negativen Bewertung auch um einen Rachekommentar handeln könnte. Hier kann man auf Punkte achten, die man z. B. von HolidayCheck auch überprüfen lassen kann. Bewertungen werden nur selten aus Jux und Tollerei verfasst. Sie stellen meist einen enormen Zeitaufwand dar. Texte müssen verfasst werden, Videos gedreht, hochgeladen, kategorisiert und betextet werden. Fragen werden beantwortet und ein Feedback an den Hotelier geschickt. Umso mehr sollten sie – seien sie positiv oder negativ – vom Betreffenden beachtet und geschätzt werden. Der Gast erwartet das.

Online-Applaus istwichtig
Man sollte sich auf jeden Fall für besonders aufwendige positive Bewertungen bedanken. Man kann die Gäste schon vor Ort aktiv um eine Beurteilung in Bewertungsportalen bitten. Falls bereits schriftliche Fragebögen aufliegen, kann man auch den Link auf die Bewertungsplattformen angeben. Auch auf der Website kann man um Bewertungen bitten und den direkten Link zu den Lieblingsplattformen angeben. Herausforderungen im Social Web und deren Umsetzung
Entschließt man sich einmal im Social Web aufzutreten, so gilt es, einiges schon im Vorfeld zu klären. Welche Stories sollen über den Betrieb, Personen und Angebote erzählt werden? Verkaufsbotschaften gehören in einen unterhaltsamen Kontext gebracht. Durch Fragen, Umfragen und dergleichen sollten Dialoge initiiert werden. Verschiedene Contents sollten immer verlinkt werden.

Für all das benötigt man einen Social-Media-Kommunikationsplan. Dieser könnte übersichtsartig festlegen, welche Botschaften in Zukunft in den verschiedenen Social-Media-Kanälen landen sollten. Als Basis dient dabei immer die interaktive Vermittlung des USP (Unique Selling Proposition) und dessen Transport. Diese Botschaften lassen sich über Text, Videos, Fotos, Messages, Statusupdates und Tweets verbreiten.
 
Die perfekte Website und deren Potenzial
Der potenzielle Kunde sucht auf einer Website Service (Information), Emotion (Inspiration), Ratio (Argumente) und Proof (Validierung durch andere Gäste). Die Vorteile liegen auf der Hand: Es lassen sich wertvolle Erfahrungen sammeln, mit denen man die Suchmaschinen füttern kann. Man kann dadurch auch wieder mehr Service bieten und erreicht damit die Kunden, wo sie schon sind, nämlich vor ihrem Computer.

Fritz Wilhelm
Quelle: www.passionpr.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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