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Kleinvieh macht auch Mist

01.12.2011

Innsbruck. Das grenzüberschreitende Vermieternetzwerk „Alpine Gastgeber“ unterstreicht auf seiner Mitgliederversammlung erneut seine Rolle als wirtschaftsfördernde Institution im Bereich der Qualitätsverbesserung und Weiterbildung für kleinstrukturierte Beherbergungsbetriebe.

„Kleinvieh macht auch Mist“. Diese etwas salopp formulierte Redewendung besagt leicht ironisch, dass auch Kleine mit bescheidenen Mitteln zum Erfolg der Wirtschaft beitragen können – im konkreten Fall der alpinen Tourismuswirtschaft. Das beweist auch das grenzübergreifende Vermieternetzwerk „Alpine Gastgeber“ auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung am 1. Dezember in Bad Aibling. Rund 350 familiär geführte Betriebe wie Gasthöfe, Pensionen aber auch Privat- und Ferienwohnungsvermieter aus Oberbayern, dem Allgäu, dem SalzburgerLand und Tirol gehören der touristischen Marketingplattform an – und sind begeistert von ihrer Mitgliedschaft. „Alpine Gastgeber“ hat sich in den sechs Jahren seines Bestehens auch dank seiner professionellen „Vermieterakademie“ zu einer der gefragtesten Institutionen im Bereich der Weiterbildung entwickelt. Die Betriebe lernen dabei u.a., bedürfnisgerechte Angebote zu schnüren, serviceorientiert zu denken und innovative Ideen zu schaffen. Sie wirken deutlich positiv auf Auslastung und Umsatz. Laut einer statistischen Erhebung in Tirol konnten hier die Alpinen Gastgeber ihre Auslastung um durchschnittlich 20 Prozent im Vergleich zu Nichtmitgliedern steigern – die Alpinen Gastgeber sind somit nicht wegzudenkender Wirtschaftsmotor im Alpenraum.

 

Kleine Betriebe ganz groß

Wer zuverlässige Qualität sucht und herzliche, authentische Gastfreundschaft schätzt, wird unter www.alpine-gastgeber.com „Geborgenheit auf Zeit“ finden. „Wir möchten unsere Betriebe für den Wettbewerb fitter machen“, so Brigitte Hainzer vom Projektmanagement des Vermieternetzwerks. „Ob Pension, Ferienwohnungsanbieter oder Gasthof – wir zeigen dem Vermieter, wie er sein Profil schärft, sein Angebot kreativ gestaltet, sich besser positioniert und differenziert. Mit unseren Schulungsmaßnahmen werden die Anbieter vom Laien-Touristiker zum Profi-Seller“, so die zwei ambitionierte Touristikerin weiter. Die meist familiär geführten Kleinbetriebe lernen in den Seminaren, u.a. sich im Internet wirkungsvoll zu präsentieren oder servicegerecht und professionell auf Buchungsanfragen zu reagieren. Bis heute nahmen rund 800 Beherbergungsbetriebe an 5.300 Schulungstagen der Vermieterakademie teil.

 

Profit durch das Netzwerk

Volle Betten durch attraktive Angebote. Im Rahmen des Interreg IV Projekts „Innovationsnetzwerk für alpine Angebotsentwicklung“, das im Dezember diesen Jahres endet, wurden die Angebotsschwerpunkte „Sportler“,  „Entdecker“, „Gesundheitsurlauber“ und „Kinder willkommen“ entwickelt, die es den Mitgliedsbetrieben ermöglichen, sich zielgruppengerechter zu vermarkten. „Wir möchten touristische Regionen oder Wirtschaftsunternehmen begeistern, mit den „Alpinen Gastgebern“ zu kooperieren. Wir sehen darin die Chancen einer erfolgreichen Win-Win-Situation“, skizziere Wolfgang Kuhn, 1. Vorsitzender des Vereins auf der Mitgliederversammlung in Bad Aibling. Im Mittelpunkt der Aufgabenstellung der „Alpinen Gastgeber“ steht das Ziel, kleinen Beherbergungsbetrieben Hilfestellung zur Steigerung ihrer Auslastung sowie ihres Umsatzes zu geben. Die Marketingmaßnahmen des Vereins zielen darauf, die Marke „Alpine Gastgeber“ bei Gästen und Partnern immer bekannter zu machen. Mit Erfolg: Nach ihrer Auslastung gefragt, geben beispielsweise 44 Prozent der Mitgliedsbetriebe eine Auslastung von 41 und 60 Prozent an, 38 Prozent liegen sogar zwischen 61 und 80 Prozent und somit jeweils um 20 Prozent höher als der Durchschnitt der vergleichbaren Betriebe.

 

Blick nach vorn

Für die kommenden Jahre planen die Alpinen Gastgeber ihr Netzwerk weiter zu optimieren. Großes Augenmerk gilt hier dem Thema Kundenbindung und Empfehlungsmarketing. Auf regionaler Ebene will die Kooperation mehr Aufmerksamkeit generieren und dadurch kontinuierlich wachsen. Das geschätzte Know- How der Alpinen Gastgeber, das den Beherbergungsbetrieben in der Vermieterakademie vermittelt wird, soll zukünftig auch „Nicht-Mitgliedern“ zur Verfügung stehen, damit sich diese vom Leistungsumfang sowie Förderangebot und letztendlich von der Mitgliedschaft bei den Alpinen Gastgebern überzeugen.

 

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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