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Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ist es wichtig, die Wettbewewrbsfähigkeit im Tourismus weiter zu stärken.

Klimawandel als Chance

10.05.2012

Wien. Das Tourismusministerium hat eine Untersuchung zu den Auswirkungen des Klimawandels im Städtetourismus durchführen lassen. Für Tourismusminister Reinhold Mitterlehner ergeben sich dadurch große Herausforderungen aber auch große Chancen für den heimischen Tourismus.

Im Auftrag des Tourismusministeriums hat die Universität für Bodenkultur erstmals eine Untersuchung zu den Auswirkungen vermehrter Hitzetage im Städtetourismus durchgeführt. "Die Ergebnisse unterstreichen, dass auch im Tourismus neue Strategien und Maßnahmen notwendig sind, um die Herausforderungen des Klimawandels nachhaltig zu bewältigen. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Chancen und Wettbewerbsvorteile für die Destination Österreich", betont Tourismusminister Reinhold Mitterlehner.


Immer mehr hitzeempfindliche Touristen

Die Studie "Hot town, summer in the city" - durchgeführt am Beispiel Wiens - kommt zu folgenden Erkenntnissen: Während sich durch die Klimaerwärmung auch Vorteile für den österreichischen Sommertourismus ergeben dürften, erwarten Klimaexperten für Wien eine Verdopplung der Hitzetage (Tage, an denen die Tagesmaximaltemperatur mindestens 30 Grad Celsius erreicht) auf rund 24 Hitzetage bis Mitte des Jahrhunderts. Die damit einhergehende Verstärkung des Wärmeinsel-Effekts (dichte Bebauung und geringer Anteil an Grünräumen erhöhen Hitzeeffekte) beeinflusst unter anderem auch den Städtetourismus, da Wien allein in den Sommermonaten jeweils über eine Million Touristen verzeichnet. Dazu kommt: Ein wachsender Anteil der Touristen gehört der Gruppe der 60- bis 79-Jährigen an, die besonders hitzeempfindlich sind.


Langfristig braucht es wirksame Maßnahmen

Sowohl die Gäste als auch Tourismuswirtschaft, Bauwirtschaft, Architektur, Stadtverwaltung und Stadtplanung sind daher langfristig gefordert, nachhaltig wirksame Anpassungsmaßnahmen zu überlegen: Dazu zählen laut der Studie insbesondere Dach- und Fassadenbegrünung, helle Baumaterialien, Freihaltung von Grünzügen und Frischluftschneisen, energieeffiziente Kühlungsmethoden, Einsatz von Verdunstungskühlung durch bewegtes Wasser, Trinkbrunnen, beschattete Sitzgelegenheiten, hitzeadäquate Besichtigungstipps, Hitze-Infosysteme über Internet-Applikationen. Ein besonderes Plus für die Bundeshauptstadt und viele andere Landeshauptstädte ist der leichte Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser.

Das Tourismusministerium hat die wichtigsten Ergebnisse in einem Management Letter für die Tourismuswirtschaft zusammengefasst. Sowohl die Studie als auch der Management Letter stehen auf der Webseite des Wirtschaftsministeriums(http://www.bmwfj.gv.at/Tourismus/TourismusstudienUndPublikationen/Se
iten/default.aspx) und können kostenlos unter tourismus@bmwfj.gv.at
oder telefonisch unter 01/71100-5597 bestellt werden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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