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Der Kaffeesiederball wird auch 2017 stattfinden. Im Bild die neuen Organisatorinnen Nicole Hostnik, Anna Karnitscher und Christina Hummel.

Klub der Wiener Kaffeehausbesitzer: 165.000 Euro fehlen

08.02.2016

Der Obmann des Klubs der Wiener Kaffeehausbesitzer ist zurückgetreten. Maximilian Platzer hat noch während der Eröffnung des Kaffeesiederballs am Samstag die Leitung übergeben. Er soll Geld aus der Vereinskasse entnommen haben.

Die gute Nachricht lautet: Der Kaffeesiederball soll auch 2017 stattfinden. Die schlechte: In der Vereinskasse fehlen angeblich rund 165.000 Euro. Die soll der bisherige Obmann Maximilian Platzer entnommen haben.

Platzer war immerhin 21 Jahre als Vereinsobmann tätig. Seit letzten Samstag ist er das nicht mehr. Denn bei der Budgeterstellung für den diesjährigen Kaffeesiederball sollen die Unregelmäßigkeiten entdeckt worden sein: "Da sind mir Entnahmen aufgefallen, die ich mir nicht erklären konnte", sagt Anna Karnitscher (Cafe Weidinger) gegenüber der APA. Karnitscher hat nun gemeinsam mit Christina Hummel (Café Hummel) und Nicole Hostik (Café Bräunerhof) die Leitung des Kaffeesiederballs übernommen.

Er hat sich entschuldigt

Platzer soll der einzige Zeichnungsberechtigte gewesen sein. Er wurde angeblich auf die Unregelmäßigkeiten angesprochen und war sofort geständig. "Er hat sich entschuldigt und bereut", so Karnitscher. Als Begründung gab er an, das Geld für sein Lokal gebraucht zu haben, sagte Platzers Anwalt Eschlböck gegenüber der APA: "Er hat sich für den Ball sehr engagiert und sich dadurch nicht in dem Ausmaß um sein Lokal gekümmert, wie es hätte sein sollen." Dadurch seien finanzielle Probleme entstanden.

In der Zwischenzeit wurde seitens der Klubleitung mit Platzer eine Rückzahlungsvereinbarung getroffen - die er laut Eschlböck "auch erfüllen wird". Laut dem Juristen geht es um 165.000 Euro.

Autor/in:
Alexander Grübling
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