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Kochen ohne Grenzen

13.05.2005

Vergangene Woche fand in Udine ein kulinarischer Fachkongress statt, zu dem Top-Köche aus ganz Europa kamen - Österreich war mit Walter Eselböck und Arnold Pucher vertreten.

Zu viele Köche verderben den Brei, heißt es. Doch auch als Einzelkämpfer kommt man oft nicht sehr weit.
Also haben sich drei der besten Köche der Region Friaul-Julisch-Venetien zusammen getan, um etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen.
Andrea Canton (La Primula, San Quirino, Pordenone), Emanuele Scarello (Agli Amici, Udine) und Paolo Zoppolati (Al Giardinetto, Cormons) ärgerten sich über ihre Randlage in der italienischen Gastrolandschaft, in der sich (fast) alles um Mailand und Rom dreht.
Den vermeintlichen Nachteil der Randlage drehten die drei engagierten Köche zu ihrem Vorteil und organisierten unter der Schirmherrschaft der Jeunes Restaurateurs d’Europe-Italien mit dem „AlpeAdria-Cooking“ einen grenzüberschreitenden Kochkongress in Udine, bei dem neben Kochdemonstrationen auch viel über Techniken und Trends diskutiert wurde.
Gipfeltreffen in der Provinz
Trotz relativ bescheidener Mittel gelang es, einige der besten Köche Europas nach Udine zu bringen. Aus Österreich kamen Walter Eselböck (Restaurant Taubenkobel, Schützen) und Arnold Pucher (Hotel Wulfenia, Nass- feld, siehe auch Seite 9).
„Uns war es besonders wichtig, dass wir eine wirklich internationale Veranstaltung auf die Beine stellen, um den Teilnehmern etwas zu bieten, was es in größeren Städten nicht gibt“, so Mitinitiator Emanuele Scarello.
Neben italienischen Starköchen (Heinz Beck, La Pergola in Rom, Carlo Cracco, Cracco-Peck, Mailand) kamen auch Köche aus Frankreich (Pierre Gagnaire, Yann Duytsche), Spanien (Jordi Butròn, Angelo Corvitto), Slowenien (Tomaz Kavcic) und Österreich.
Trotz der einen oder anderen Kinderkrankheit, die bei einer Premierenveranstaltung unvermeidbar ist, konnten die Veranstalter eine durchaus positive Bilanz ziehen. Eine weitere Auflage im nächsten Jahr ist so gut wie fix.
Nach dem Besuch der AlpeAdria Cooking stellt sich eigentlich nur die Frage, wieso es nicht gelingt, eine ähnliche grenzüberschreitende Veranstaltung im Osten Österreich auf die Beine zu stellen? Die kulinarischen Kontakte zu unseren Nachbarländer Ungarn, Slowakei, Slowenien und Tschechien wären ja durchaus noch ausbaufähig.

www.alpeadriacooking.it

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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