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Kocholympiade: Jugend trainiert

19.05.2016

Nach langer Pause tritt Österreich wieder bei der Kocholympiade an. Zur Zeit wird trainiert.

Das österreichische Jugendnationalteam mit Trainern auf 2.500 Metern Höhe.

Die Jüngste ist 18, die anderen um die 22 Jahre alt. Sie wollen Olympiasieger in Erfurt werden. Dort findet im Oktober die Kocholympiade statt. Zuletzt gewann die österreichische Jugendnationalmannschaft 2014 zwar eine Silbermedaille, aber insgesamt hat es über viele Jahre nicht mehr für einen vorderen Platz für Österreich gereicht. Teilgenommen hat man jedoch sehr wohl (anders als wir hier und leider auch in der gedruckten Ausgabe aufgrund eines Missverständnisses vermeldeten). Früher haben die Österreicher auf Kocholympiaden und Kochkunstausstellungen regelmäßig abgeräumt. An dieses sehr gute Abschneiden auf Kochkunstausstellungen will Teamchef Alois Gasser, Präsident des VKÖ, wieder anknüpfen. Weil er etwas für den Beruf Koch tun will. „In Südtirol zum Beispiel ist Koch ein sehr beliebter Lehrberuf“, sagt er, als wir ihn live beim Training in Innsbruck ans Telefon bekommen. „Dort gibt es mehr Anwärter als Lehrstellen. Das ist bei uns leider nicht mehr so.“ Deshalb will er mit der Teilnahme einer Jugendnationalmannschaft bei der Kocholympiade, zu der 50 Nationen mit 1.800 Köchinnen und Köchen in verschiedenen Kategorien antreten, zeigen, wozu junge Köchinnen und Köche aus Österreich fähig sind.

Also trainieren Vanessa Fuchs, Thomas Penz, Michael Ploner, Manuel Hammerl und Celino Waldner fleißig an den gestellten Aufgaben, die eine international zusammengesetzte Jury prüfen wird. Sie müssen ein kaltes Buffet präsentieren und ein Drei-Gänge-Menü für 60 Gäste – zubereitet in fünf Stunden. „Das ist nicht viel Zeit!“, sagt Gasser. Seit Wochen basteln die Jungköche mit ihren Trainern Philipp Stohner und Alexander Forbes jun. an ihren olympischen Aufgaben: Wie regional soll/kann das Menü sein? Vor zwei Jahren traf man bei der Koch-WM in Luxemburg mit der Interpretation einer kalten Platte als „Brettljause“ nicht nur auf Verständnis. Trotzdem wurde man Sechster. Diesmal will man es etwas internationaler angehen. Es wird eine Fisch-Variation geben, Lamm mit „außergewöhnlichen Beilagen“ und ein Dessert mit „sehr kreativen“ Äpfeln. Laut Forbes ist der Anspruch durchaus „Highend“. Man möchte den seit Jahren dominierenden Skandinaviern etwas entgegensetzen. „Dort haben sie verstanden, dass die Gastronomie ein wichtiger Faktor im Tourismus ist“, sagt Gasser.          

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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