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Komm rauf und komm runter

30.03.2009

Das Burg Vital Hotel in Oberlech ist eines der besten Wellness-Hotels Österreichs, in dem auch der kulinarische Genuss auf höchster Ebene gepflegt wird. Hinter diesem ganzheitlichen Urlaubskonzept stehen mit Hannelore und Thomas Lucian zwei liebenswerte Gastgeber mit großer Menschenkenntnis.

Hannelore und Thomas Lucian

Natürlich ist das Burg Vital ein Luxushotel. Das belegen Auszeichnungen wie vier Sterne Superior für das Hotel, drei Relax-Guide-Lilien für die Vital Oase oder drei Gault-Millau-Hauben bzw. ein Michelin-Stern für die Küche. Solche Bewertungen sind zweifellos wichtig und belegen die hohen Ansprüche, die das Hotelier-Ehepaar Thomas und Hannelore Lucian an sich und ihre Mitarbeiter stellen.

Aber mit nackten Zahlen und Bewertungen wird man dem Charme des Hauses und der Herzlichkeit der beiden Gastgeber in keiner Weise gerecht. „Unser inoffizielles Motto lautet eigentlich, ‚Kommt’s zu uns rauf und kommt’s runter‘, also wieder zu euch zurück. Wir wollen ein Ort sein, wo sich nicht nur die Gäste, sondern auch die Mitarbeiter und unsere Familie wohlfühlen. Und das hängt nicht von teuren Möbeln oder einem riesigen Pool ab, sondern von einem ehrlichen und herzlichen Umgang miteinander“, erklärt Hannelore Lucian.

Dass dieses Haus tatsächlich jede Menge menschliche Wärme ausstrahlt, hängt zu einem Gutteil mit dem sonnigen Gemüt der Chefin zusammen, die sich ihre heutige Position jedoch hart erarbeiten musste.
„Als zugezogene Frau hat man es am Arlberg nicht leicht, und in den Anfangsjahren war ich immer wieder am Verzweifeln. Doch gemeinsam mit der Unterstützung meines Mannes habe ich es schlussendlich geschafft, in Lech heimisch zu werden. Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, woanders zu leben“, erklärt die gebürtige Burgenländerin.

Als sie 1989 zu ihrem Mann nach Lech zog, arbeitete dieser im elterlichen Burghotel. Für die „Neue“, die zuvor einen sehr befriedigenden und gut dotierten Bürojob in Salzburg hatte, war jedoch kein adäquater Platz vorgesehen. Weil Nichtstun jedoch so gar nicht ihrem Naturell entspricht, hat sie in der Wäscherei angefangen. Auf Anraten ihres strengen, schlussendlich jedoch auch sehr großzügigen Schwiegervaters Fridolin Lucian hat sie in den nächsten Jahren die Zwischensaisonen dazu genutzt, um eine Ausbildung als Masseurin und Kosmetikerin zu machen. Da waren schon zwei ihrer mittlerweile fünf Kinder auf der Welt. „Von Wellness hat damals noch niemand gesprochen, doch der Fridolin war immer seiner Zeit voraus und hat Dinge gesehen, die andere erst Jahre später erkannt haben“, erinnert sich Hannelore Lucian.

Als schließlich die „Hofübergabe“ anstand und der ältere Sohn Gerhard das Burghotel übernahm (der älteste Sohn Hugo führt den Stadtkrug in Salzburg), errichtete Vater Fridolin daneben ein zweites, kleineres Hotel (damals 20, heute 45 Zimmer), das Thomas gemeinsam mit Hannelore führen sollten. Damit sich die Brüder geschäftlich nicht in die Quere kommen, sollte das 1997 eröffnete Burg Vital als Wellness-Hotel für ruhesuchende Gäste positioniert werden, während das Burghotel weiterhin ein lebendiges Sporthotel bleiben sollte. „Bis heute haben wir diese Positionierung gehalten, ja sogar noch geschärft. Beide Hotels gehen hervorragend, haben aber gänzlich unterschiedliche Gäste mit ebensolchen Ansprüchen“, erklärt Thomas Lucian.

Gastronomie erst später gekommen … Ursprünglich war im Vital Hotel kein À-la-Carte-Restaurant vorgesehen. Dafür hatte man schließlich das benachbarte Burghotel. Außerdem dachten Thomas und Hannelore anfangs, dass Wellness und Schlemmen nicht wirklich zusammenpassen. Das änderte sich jedoch mit dem Engagement von Thorsten Probost im Jahr 2001. Die erste Saison kochte auch er nur für die Hotelgäste, doch er verstand sich auf Anhieb perfekt mit der Senior-Chefin und teilte deren Leidenschaft für den Kräutergarten. „Mit ihm hatten wir das Gefühl, dass wir den nächsten Schritt zu einem kleinen À-la-Carte-Restaurant machen könnten, ohne unser Konzept eines ruhigen Wohlfühl-Hotels zu untergraben“, erklärt Thomas Lucian. Außerdem hatte der leidenschaftliche Weinsammler (und -genießer) in den Jahren ja auch einen ansehnlichen Weinkeller geschaffen, der nur auf Probosts Kochkünste gewartet hatte.

Dank der ambitionierten Gastronomie, dem vorbildlichen Wellness-Angebot und natürlich der gelebten Gastfreundschaft der Familie Lucian ist das Burghotel Vital heute schon fast zum Ganzjahresbetrieb geworden. Ein bisschen ist das aber auch dem Weitblick von Fridolin ­Lucian zu verdanken, der es geschafft hat, Sohn Thomas und seiner Frau Hannelore eine reizvolle Lebensaufgabe anzuvertrauen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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