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Kreative Wege zum Erfolg

11.04.2003

Die Möglichkeiten des Instrukteurs. Sie können sich sicher noch an Ihre Schulzeit erinnern. Der Lehrer stand an der Tafel und sagte Ihnen, was Sie „zu wissen haben“, um positiv abschließen zu können. Er diktierte Ihnen einfach das Wesentliche. Keine empfehlenswerte Methode, um neue Mitarbeiter einzuführen oder einen langjährigen Mitarbeiter auf ein höheres Niveau zu bringen. Wichtigster Schritt vor der Schulung: Bereiten Sie sich selbst vor. Dazu gehören die Fragen „Was soll gelernt werden?“, „Welchen Ablauf plane ich?“ und „Wie messe ich den Erfolg?“.

Machen Sie es sich zur Angewohnheit, am Anfang einer Schulungsaktivität eine positive Atmosphäre herzustellen und nicht an der Pünktlichkeit oder der Kleidung herumzunörgeln. Das Wesentliche des Augenblicks soll im Vordergrund stehen, also das Thema der Schulung. Erklären Sie Ihren Mitarbeitern das Thema im Detail und was Sie von ihnen erwarten. Am Ende der Schulung sollten Sie ein Abschlussgespräch führen, die Mitarbeiter loben und auf die nächste Schulungseinheit vorbereiten.
Medien als Unterstützung. Machen Sie es sich zur Gewohnheit die Fachpresse durchzusehen und sammeln Sie, zur Unterstützung der Schulungsaktivitäten, relevantes Material. Verwenden Sie beispielsweise einen Artikel über Port-Wein, Sherry und Madeira wenn Sie Ihre Lehrlinge über die verstärkten Süßweine weiterbilden wollen.
Vielleicht entdecken Sie aber auch einen Beitrag über das Marinieren von Lachs im Fernsehen und verwenden die Aufnahme bei der Weiterbildung Ihre Gardemanager. Denken Sie immer daran, dass beim Lesen und Hören maximal 15 Prozent hängen bleibt, beim aktiven Lernen aber fast 50 Prozent.

Fallstudien und Rollenspiele. Anfänglich werden Ihre Mitarbeiter Fallstudien und Rollenspiele als belustigendes Theater empfinden, später werden sie diese aber zu schätzen wissen – spätestens dann, wenn eine der einstudierten Situationen eintritt und sie das Gelernte erfolgreich umsetzen können. Wie kann man sonst üben, wie man reagieren sollte, wenn ein Gast meint, dass der Wein „stoppelt“, dass das Fleisch zäh ist, er schon „eine viertel Stunde“ wartet oder die Rechnung auf keinen Fall stimmen kann. Management, und ganz besonders Management im Bereich des Personals, ist nichts anderes, als auf alle Eventualitäten so gut wie möglich vorbereitet zu sein und für alle möglichen Vorfälle bereits Gegenmaßnahmen getroffen und Beteiligte darauf vorbereitet zu haben!

Standard- und Problemschulungen. Für Standard-Schulungen können Sie einen Schulungsplan vorbereiten, samt Thema, Termin, Schulungsverantwortlichen und Raum für das Seminar. Was aber, wenn es kurzfristig zu Schwierigkeiten kommt? Es könnte sich beim Personal ein Schlendrian eingeschlichen haben, die Lieferanten gewechselt worden sein oder der Kundenkreis eine Änderung erfahren haben.

Dann müssen Sie prompt reagieren, das Problem schnell erkennen und so rasch wie möglich Maßnahmen ergreifen – unter anderem spezielle Problemschulungen ansetzen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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