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Kreuzfahrtindustrie steigert Arbeitsplätze, Wohlstand und Fremdenverkehr in Europa

06.02.2007

Die stetig wachsende Beliebtheit von Kreuzfahrten und die Dominanz europäischer Schiffswerften bei der weltweiten Bestellung von Schiffen haben einen bedeutenden Einfluss auf Arbeitsplätze, Wohlstand und Inbound-Tourismus in Europa. Dies bestätigt die richtungsweisende Studie "European Cruise Contribution", die heute im Rahmen einer Konferenz des European Cruise Council (ECC) in Brüssel vorgestellt wurde.

"Erstmals sind nun Daten verfügbar, die den wirtschaftlichen Wert und die Bedeutung der Kreuzfahrtindustrie in Europa aufzeigen", so Pier Luigi Foschi, Vorsitzender des ECC sowie Vorsitzender und CEO von Costa Crociere SpA. Der Bericht wurde von dem European Cruise Council (ECC) in Kooperation mit Euroyards, MedCruise und Cruise Europe in Auftrag gegeben.

"Kreuzfahrtunternehmen, Schiffswerften und Kreuzfahrtpassagiere zeichnen für € 8,3 Milliarden aller direkten Ausgaben in Europa verantwortlich. Diese Zahl wird voraussichtlich bis 2010 um 50 Prozent auf € 12,7 Milliarden steigen.", so Foschi. "Wir können ferner bestätigen, dass über 180.000 Arbeitsplätze in Europa auf die Kreuzfahrtindustrie zurückzuführen sind. Bis 2010 könnten weitere 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden - die Anzahl an Arbeitsplätzen würde so auf nahezu eine viertel Million ansteigen."

Europas Position als Weltmarktführer bei dem Bau und der Ausstattung von Kreuzfahrtschiffen fördert dieses Wachstum. Im Jahr 2005 investierte die globale Kreuzfahrtindustrie geschätzte € 3,1 Milliarden in den Bau und die Instandhaltung von Kreuzfahrtschiffen in Europa - über 35 Prozent der gesamten direkten Ausgaben der europäischen Kreuzfahrtindustrie. Bis 2009 wird eine Steigerung dieser Investitionen um über einer Milliarde Euro auf € 4,4 Milliarden prognostiziert.

Europäische Schiffswerften werden in den nächsten zwei Jahren für den Bau von zehn großen Schiffen pro Jahr verantwortlich zeichnen. Auf europäische Werften entfallen 95 Prozent aller neuen Schiffsbestellungen bis 2010, mit einem Auftragswert von mehr als € 18 Milliarden.

Kreuzfahrten sind auch eine bedeutende Einnahmequelle für den Inbound-Tourismus in europäischen Ländern. Zwischen 1995 und 2005 konnte die Nachfrage nach weltweiten Kreuzfahrten von 5,7 Millionen auf 14,4 Millionen Passagiere mehr als verdoppelt werden. In demselben Zeitraum verdreifachte sich auch die Anzahl an europäischen Kreuzfahrern von 1 Million auf 3,3 Millionen. Bis 2010 soll diese Zahl auf 4 Millionen Passagiere steigen, 2015 gar auf 5 Millionen Passagier. Im Jahr 2005 wurden an europäische Reisebüros Provisionen in Höhe von rund € 480 Millionen ausbezahlt.

2,6 Millionen Kreuzfahrtpassagiere gingen 2005 in europäischen Häfen an Bord, 90 Prozent davon waren Europäer. Durchschnittlich gab jeder dieser Passagiere € 100 in dem Einschiffungshafen und weitere € 50 bei jedem Hafenbesuch auf ihrer Kreuzfahrtroute aus. Diese Urlaube generierten mehr als 13 Millionen Passagierbesuche in europäischen Häfen.

Bis 2010 könnte Europa eine Million Kreuzfahrttouristen mehr zählen - mit einer wachsenden Anzahl an amerikanischen Reisenden, die besonders die Einführung einer neuen Generation von Mega-Schiffen schätzen.
Bis zum Ende des Jahrzehnts prognostiziert die Studie eine Zahl von mehr als 3,6 Millionen Kreuzfahrtpassagieren in Europa und 17 Millionen Besuche in europäischen Häfen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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