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Tosender Applaus und strahlende Gesichter bei der Siegerehrung nach  einem aufregenden Wettbewerb. Auch Manfred Kröswang (r.) ist begeistert  vom jährlich steigenden Niveau der  Präsentationen.

Kröswang Gastrocontest: Frische Ideen bringen's

23.03.2016

Reportage: Zehn Teams – 15 Minuten – 3.000 Euro. Das sind die wichtigsten Zahlen zum Finale des Gastrocontests von Kröswang. Wir waren bei dem spannenden Nachwuchswettbewerb dabei. 

 

Das Team „Botanico“ der  TS Bad Leonfelden freut sich über  den Sieg und 3.000 Euro Preisgeld. Gratulation!

So knapp wie heuer war es noch nie“, verkündet Manfred Kröswang und eröffnet damit das Finale des Kröswang-Gastrocontests. Zum sechsten Mal veranstaltet der Lebensmittel- und Gastronomiegroßhändler aus Grießkirchen diesen Wettbewerb, an dem heuer zwölf Tourismusschulen aus ganz Österreich mit über 40 Gruppen teilnahmen. Für regen Andrang sorgt nicht nur das Preisgeld, sondern auch die Herausforderung, ein Speiselokal praxisnah zu entwickeln, zu planen und zu kalkulieren. Schließlich kann man davon in naher Zukunft (Matura-Abschlussarbeit) und weiterer Zukunft (Einstieg ins Berufsleben) profitieren.

 Dieses Jahr gilt es, ein Basis- und Einrichtungskonzept, das dazu passende Speisen- und Getränkeangebot sowie einen schlüssigen Finanz- und Marketingplan zu erstellen. Jede Aufgabe wird von einer erfahrenen Jury kritisch beurteilt und bewertet. Ins Finale haben es die zehn bestplatzierten Teams geschafft, die nun im Tagungszentrum Atrium in Bad Schallerbach um den Sieg kämpfen. Neun Jurymitglieder, darunter die ÖGZ, vergeben nach den 15-minütigen Auftritten in den Kategorien „Originalität der Idee“, „Stimmigkeit des Konzeptes“, „Erfolgschancen“ und „Präsentation“ Punkte. 500 Euro gibt es für Platz zehn bis vier, am Podest winken 1.000 Euro für die Dritten, 1.500 für die Zweiten und 3.000 Euro für das Siegerkonzept. Erstmals wurden auch die Gewinner der drei Aufgaben mit jeweils 300 Euro prämiert.

Trends und Gegentrends

Wie die Profis meistern die Schülerinnen und Schüler die Bühneneinsätze, stellen fachmännisch ihre kreativen Konzepte vor und bringen uns mit humorvollen Videosequenzen zum Schmunzeln. Die Ideen sind äußerst zeitgemäß: Ob Food-Truck, Take-away, Bestell-App, Nose-to-Tail, Vegan, Snack-Combos, Regionalität oder Nachhaltigkeit – alles was gerade in der Gastronomie-Szene angesagt ist, haben die Schüler aufgenommen. Wobei das Team „1901“ der Tourismusschulen am Wilden Kaiser hier gegen den Strom schwimmt und auf Rezepte eines Kochbuches aus dem Jahr 1900 setzt. Mit adaptierten Rezepten, natürlich. Zwickelbiersuppe, Schichtnudeln oder geschmorte Hasenkeule bieten einen spannenden kulinarischen Gegenpol zu Fast Food und Co. Das Konzept hat überzeugt und konnte sich vom dritten auf den zweiten Platz vorschieben. Mit einem durchdachten Gesamtpaket sorgte das Team „Al Calzone“ der Tourismusschule Salzburg Klessheim für Gangsterstimmung auf der Bühne. Von berühmten Mafiosi inspiriert sind die Namen ihrer Calzone-Variationen, Lokaleinrichtung und Servicebekleidung werden im 20er-Jahre-Italo-Stil gehalten. Stimmig, lässig und mit Charme präsentiert – das bedeutet den Sprung vom vierten auf den dritten Platz. Die Führungsrolle verteidigen konnte das Team „Botanico“ der Tourismusschule Bad Leonfelden mit ihrem Fokus auf das Thema Kräuter. Diese kommen aus der Region, und jedes Monat werden drei Kräuter im Restaurant kulinarisch und in der Bar flüssig mit selbst angesetzten Gins umgesetzt.

Studenten müssten sich, wenn man sich die Ideen des touristischen Nachwuchses ansieht, um ihre Verpflegung keine Sorgen machen, waren sie an diesem Tag als meistgenannte Zielgruppe heiß begehrt. Bei den Finanzplänen sollten die Schüler noch Rat und Tipps einholen, damit es bei einer eventuellen Umsetzung der Konzepte keine Bruchlandung gibt. Und wenn es bei einem der Teilnehmer doch nichts mit der Gastronomie wird, dann wohl in der Marketing-Branche. Übrigens: Die Jubelschreie der Schüler habe ich noch am Bahnhof hören können.

Autor/in:
Bernadette Altenburger
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