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Kronprinz wird König

14.04.2011

Sebastian Priller vom Brauhaus Riegele in Augsburg ist neuer Biersommelier-Weltmeister. Vor zwei Jahren, bei der erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaft der Diplom-Biersommeliers, ist er noch auf Rang zwei hinter dem oberösterreichischen Gastwirt Karl Schiffner gelandet.

Die sechs Finalisten (v. l.): Matthias Gassner (Rang 6, Österreich), Fabio Nalini (Vizeweltmeister, Italien), Hermann Schnierle (Rang 4, ebenfalls Brauhaus Riegele), Weltmeister Sebastian Priller, Markus Berberich (Rang 3, Deutschland) und Jan Czerny (Rang 5, Schweiz)

 Vergangenes Wochenende, bei der zweiten WM, wurde der Traum doch wahr: Nach mehreren Vorrunden und einem vor Publikum ausgetragenen Finale wurde Sebastian Priller, Inhaber des Brauhauses Riegele im deutschen Augsburg, von einer siebenköpfigen Jury (zu der auch Ex-Weltmeister Schiffner gehörte, der daher darauf verzichtete, seinen Titel zu verteidigen) zum neuen Weltmeister der Diplombiersommeliers gekürt. Priller schaffte dieses Kunststück mit einer perfekten Präsentation des Bieres „Brewers Reserve“ der englischen Brauerei Fullers, einem Bier der Kategorie „Strong, old Ale“.

Insgesamt 54 Diplombiersommeliers, die ihre Ausbildung bei der Doemens-Akademie (mit Sitz in Gräfelfing, nahe München) absolviert hatten und seither als Botschafter für Biervielfalt und -genuss fungieren, stellten sich dem bierigen Wettkampf am 9. April im salzburgischen Anif. Darunter Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Italien und Brasilien (!), wo seit geraumer Zeit ein exorbitantes Bierinteresse und eine ebensolche -kultur herrscht. Rund zehn Prozent der Teilnehmer waren übrigens Frauen.

Die einzelnen Prüfungsrunden umfassten sensorische Aufgaben ebenso wie die Abfrage von theoretischem Wissen oder die Lösung gastronomischer Problemstellungen.  Rang zwei und damit der Titel des Vizeweltmeisters ging übrigens mit Fabio Nalini an einen Italiener aus San Vendemiano im Veneto. Dritter wurde Markus Berberich aus Stralsund im Norden Deutschlands. Der beste Österreicher – Matthias Gossner vom Hotel Bräurup in Mittersill – belegte Rang sechs.

Der König ist tot, lang lebe der König
„Dass ich den Titel geholt habe, hat mich wirklich überrascht, da das Finale auf extrem hohem Niveau stattgefunden hat und die Kollegen meines Erachten perfekte Auftritte geliefert haben. Ich freue mich natürlich sehr, den Weg von Karl weitergehen zu dürfen und sicher auch gemeinsam mit den Kollegen meinen persönlichen Beitrag für die Bierkultur leisten zu dürfen. Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen und Projekte im Sinne der Sache“, freute sich der frisch gebackene Weltmeister Sebastian Priller. Schiffner selbst hatte nach intensiven Bitten der WM-Veranstalter Norbert Vidal und Wolfgang Stem­pfl von der Doemens-Akadamie, sein enormes Bierwissen lieber der WM-Organisation zur Verfügung zu stellen, schweren Herzens auf seine Titel-Verteidigung verzichtet.

Norbert Vidal: „Markus del Monego hat seinen Sommelier-Weltmeistertitel auch vor über zehn Jahren geschafft und ist heute trotzdem allen noch als Sommelier-Weltmeister ein Begriff. Genau so wird es auch bei Karl Schiffner sein: Er war der erste Biersommelier-Weltmeister, damit ist er bekannt geworden, diesen Titel kann ihm keiner nehmen. Und er wird auch in Zukunft einer der wichtigsten Botschafter des Bieres bleiben. Aber sein umfangreiches Fachwissen war für und bei der Ausrichtung der WM enorm wichtig.“

Biervielfalt betonen
„Mit der Biersommelier-Weltmeisterschaft wollen wir verdeutlichen, welche Biervielfalt es weltweit zu entdecken und genießen gibt und um der Öffentlichkeit Biervielfalt von ihrer schönsten und genussvollsten Seite zu zeigen“, erklärt Wolfgang Stempfl, Geschäftsführer Doemens-Akademie, die Zielsetzung der Veranstaltung, die in zwei Jahren – dann vermutlich in Deutschland, der Heimat des neuen Weltmeisters – zum dritten Mal über die Bühne gehen soll.
Clemens Kriegelstein

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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