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Kulinarische Gipfel- und Talwanderung

07.09.2017

Bei einer Wanderung durch die Schladminger Tauern hat die ÖGZ das dortige kulinarische Angebot getestet – mit höchst unterschiedlichen Ergebnissen.

Wenn man in die Berge geht, will man es authentisch. Das Du-Wort ist je nach Gegend ab 1.500 oder 2.000 Metern Seehöhe (mancherorts auch schon im Tal) obligatorisch, und auch das gastronomische Angebot soll ehrlich sein – auf Komfort und viel Schnickschnack verzichtet der Wandersfreund dabei gerne. Wer – wie ich – viel in den heimischen Bergen unterwegs ist, macht dabei durchwegs gute Erfahrungen. Leidenschaft und Enthusiasmus sind Eigenschaften, die vielen Hüttenbetreibern auf den Leib geschnitten scheinen. 

Einem besonders guten Beispiel dieses Unternehmertyps begegnete ich unlängst beim Durchqueren der Schladminger Tauern. Das Betreiberpaar und die Mitarbeiter der Preintalerhütte versprühen nicht nur Schmäh und Freundlichkeit, sondern haben auch gastronomisch einiges zu bieten. Alle Speisen der Karte seien selbstgemacht, kein Convenience, versicherte mir die Wirtin bei einem Glas Zirbenschnaps (natürlich auch selbstgemacht). Nach dem Abendessen legt man sich zufrieden ins Massenlager und hört auch über das Schnarchen des einen oder anderen Bergkameraden hinweg. 

Ein bisschen Enthusismus 

Tags darauf geht es nach sechs Stunden Wanderung über die Hochwildstelle zur Wödl-Hütte. Dort eröffnet sich mir eine andere Welt. Eine Wirtin, der anzusehen ist, dass der Job derzeit eher Leiden schafft als Leidenschaft ist, und ein Wirt, der mir am Abend (beim gestreckten Zirbenlikör aus industrieller Produktion) vorjammert, dass sich das Ganze mangels Kundschaft immer schlechter ausgehe. 

Ich verstehe ihn, weil ich weiß, dass es ziemlich harte Arbeit verlangt, um mit der Bewirtschaftung einer (meist vom Alpenverein oder den Naturfreunden) gepachteten Hütte finanziell das Auskommen zu finden. Als Hüttenwirt ist man letztlich auch auf die Witterung angewiesen, und der Umsatz ist auch immer vom (Wochenend-)Wetter abhängig. Klar. Aber ein bisschen mehr Enthusiasmus würde hier zu einigen Gästen mehr führen, denke ich, während ich in mein staubtrockenes Fertig-Schnitzel beiße. Ich sehne mich zurück nach dem herrlich mundenden Schweinsbraten des Vortages! 
 

Autor/in:
Daniel Nutz
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