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Elf Gemeinden lassen mit "Land um Laa" kulinarisches Brauchtum wieder aufleben

Kulinarische Saisonverlängerung

04.10.2013

Laa an der Thaya.  „Land um Laa“ ist eine Tourismusinitiative von elf Gemeinden, die altes kulinarisches Brauchtum wieder aufleben lässt. Sowohl Touristiker als auch Hoteliers und Gastronomen beteiligen sich daran, um die bis jetzt ruhigeren Zeiten zu beleben.  

Von alters her war der Dresch-Hahn im Land um Laa die Dankesfeier nach dem Einbringen der Ernte Ende August. Dabei verwöhnte der Bauer seine Mägde und Knechte mit einem guten Essen. Dieser Erntedankgedanke wird nun neu interpretiert und mit den urtypischen Lebensmitteln der Region – Zwiebeln, Erdäpfel, Kuttelkraut, Huhn, Hanf, schwarzer Holler, Wein und Bier – verbunden. „Mit der Initiative Dresch-Hahn, an der sich derzeit sechs Gastronomen beteiligen, haben wir eine neue kulinarische Schiene eröffnet, die zusätzlich zur Entwicklung der Region Land um Laa mit ihrem Impulsprojekt, der Therme Laa, beiträgt. Derzeit haben wir im Jahr rund 70.000 Nächtigungen“, freut sich Reinhold Russ, Obmann des Tourismusinnovationsvereins Land um Laa.

Amarant-Popcorn
Die Gäste möchten lebendiges Brauchtum erleben und regionale Produkte genießen. Haubenkoch Martin Weiler serviert in seinem gleichnamigen Gasthaus zum Beispiel ein Tartare vom Mitterhofrind mit Hanfölmarinade und Amarant-Popcorn. Im Zuge der touristischen Entwicklung restaurierten landwirtschaftliche Betriebe, wie der Bilderbuch-Bauernhof in Staatz, alte verfallene Häuser und errichteten darin Fremdenzimmer. „Mit der Eröffnung der Therme kommen die Gäste auch im Winter. Wir vermieten drei Zimmer und zwei Wohnungen. Ich komme auf insgesamt 145 Vollbelegstage im Jahr“, erklärt Gerti Kastner. „Hauptsaison ist der Sommer. Im Trend liegen Reit-Wanderungen, denn durch unsere Stallungen können wir Mensch und Tier aufnehmen. Diese Gäste bleiben generell nur einen Tag, ebenso die Radfahrer.“ 

Fehlende Gäste
Neben Bier, Hanf und Zwiebeln ist das Land um Laa auch bekannt für seinen Wein. In dem Weinbauort Falkenstein ist die historische Kellergasse das touristische Aushängeschild. „Wir sind neun Weinbaubetriebe und haben es geschafft, dass immer zumindest ein Winzer ausgesteckt hat“, freut sich Johannes Stadler vom gleichnamigen Weingut. Er hat auch den Falkensteiner Wein-Erlebniswanderweg initiiert, der insgesamt sieben Routen enthält. „Die Gemeinde hat 150.000 Euro in das Projekt investiert. Eröffnet wurde der Wanderweg, der allein oder mit Führung erwandert werden kann, im Frühjahr 2013“, berichtet Stadler. Er selbst vermietet fünf Zimmer im Ort und sagt: „Die Gäste bleiben recht kurz. Unser Ziel ist es, Wein zu verkaufen. Das Geschäft mit der Zimmervermietung ist ein Nullsummenspiel, weil uns im Winter – und da sprechen wir von einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten – einfach die Gäste fehlen.“ (is)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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