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Kurzurlaube stärken Inlandstourismus

30.09.2008

50 Prozent aller Urlaubsreisen im Vorjahr haben nicht länger als drei Tage gedauert, bei den Inlandsreisen sogar zwei Drittel. Ein Umstand, der angebotsseitig neue Strategien erfordert. Ideen und Lösungsansätze wurden letzte Woche bei der Tourismusakademie von Burgenland Tourismus mit Experten und Tourismusbetrieben erörtert.

Unter dem Motto "Kurzurlaube - Fluch oder Segen für die Hotellerie?" standen die am vergangenen Donnerstag, den 25. September 2008, in Deutschkreutz und Eisenstadt abgehaltenen Vorträge im Rahmen der von Burgenland Tourismus initiierten Veranstaltungsreihe "Burgenland Tourismusakademie". Teilgenommen haben 10 Touristiker und Mitarbeiter aus 26 Betrieben aus dem ganzen Land.

Nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile

"Die strukturelle Änderung in der Nachfrage bedarf eines Umdenkens auch im Angebot", so die Kernaussage von Mag. Helmut List von der Kohl und Partner Tourismusberatung, der als Referent geladen war. List erläuterte, wie sich der Trend zum Kurzurlaub entwickelte und zeigte die großen Potentiale auf, die sich durch das geänderte Buchungsverhalten der Gäste ergeben.

Neue Gäste braucht das Land

Spritpreise, Urlaubs-Splitting (die Trennung in Haupt- und Kurzurlaub) und die Möglichkeit kurzfristiger Planung sind Ursachen für den Kurzurlaub. Als positiv wirken sich dagegen die Ausdehnung der Aufenthalte auf andere Saisonen und der Gewinn neuer Gästeschichten (aus benachbarten Bundesländern und dem nahen Ausland) aus. Voraussetzung für den betrieblichen Erfolg: Flexibilität und ein einzigartiges, maßgeschneidertes Angebot mit emotionellen "Zutaten". "73% aller Kurzreisen werden im Inland verbracht. Das Burgenland hat ein enormes Einzugsgebiet innerhalb einer Fahrzeitzone von drei Autostunden. Damit sind wir für Kurzurlaube geradezu prädestiniert", sieht Tourismusdirektor Gerhard Gucher hier eine Riesenchance.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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