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Lebensmittelherkunft: Kein Zwang für Gastro

05.02.2019

Im Handel dürfte eine Verpflichtung zur Herkunftskennzeichnung kommen. Die Gastronomie wird wohl ausgenommen. 

Der österreichische Handelsverband hat keine Vorbehalte gegen eine geplante Verpflichtung zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln. „Eine einheitliche Kennzeichnungspflicht ist auf jeden Fall sinnvoll, egal ob ein Konsument seine Lebensmittel im Handel, in der Kantine oder im Lokal bezieht“, erklärt Handelsverband-Chef Rainer Will. 

Verpflichtung nur im Handel

Ministerin Elisabeth Köstinger hatte davor eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel im Handel und in der Gemeinschaftsverpflegung entweder für 2020 oder 2021 in Aussicht gestellt. Dabei geht es um Was heißt das für die Gastronomie? Das Thema wurde in der letzten Legislaturperiode vom damaligen ÖVP-Mandatar Leopold Steinbichler zuletzt eingebracht, aber von der Wirtschaftskammer (insbesonders vom Fachverband für Gastronomie) stets abgelehnt. Auf dieser Linie befindet sich auch der nunmehrige Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer. Bei einem gemeinsamen Termin mit Köstinger warnte er vor bürokratischem Mehraufwand für die Betriebe. Man müsse jede einzelne Maßnahme abwägen. 

Köstinger stellte klar, dass neben dem Lebensmittelhandel die Kennzeichnungspflicht beim Essen in Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern vorgesehen ist, nicht aber in der Gastronomie. Für verarbeitete Lebensmittel in der Gastronomie werde eine freiwillige Herkunftsangabe avisiert. Welche Anreize es geben soll, ist noch nicht klar. 

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