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Lehre im Tourismus – der Weg zum Erfolg

14.12.2004

Erfolg im Tourismus hat man nur, wenn man mit Leib und Seele dabei ist – sind sich erfolgreiche Touristiker einig.

Der Tourismus ist nicht nur jene Branche mit der höchsten Arbeitssicherheit. Er ist auch jene Branche mit steilsten Karrieremöglichkeiten. Die Lehre ist nicht der Anfang vom Ende. Ganz im Gegenteil, der Lehrberuf im Tourismus bietet nationale und internationale Aufstiegschancen. Der Traum von der eigenen Bar, vom eigenen Restaurant oder Hotel, von der Freiheit, seinen Beruf und damit seine Zukunft selbst zu gestalten und erfolgreich ja sogar weltberühmt zu sein, wird über eine Lehre im Tourismus möglich. Die Garanten für eine derartige berufliche Karriere werden schon in der Lehrlingsausbildung vermittelt. Wie gut die österreichische Lehrlingsausbildung im Tourismus ist, zeigen die sensationellen Ergebnisse unserer angehenden Touristiker bei den alle zwei Jahre stattfindenden Berufsweltmeisterschaften.
Die Österreichische Qualifikation im Tourismus genießt international ein sehr hohes Ansehen, was den Touristikern ein breites Spektrum an Berufsmöglichkeiten im In- und Ausland eröffnet. Rotweißrote Fachkräfte sind international gefragt! Ungewöhnliche Karrieren beweisen immer wieder die Möglichkeit einer überdurchschnittlichen Berufslaufbahn in dieser Branche. Dies erfordert natürlich Eigeninitiative, die Bereitschaft zur Weiterbildung und zu hohem Einsatz, Flexibilität und Mobilität.

In jedem Lehrberuf gibt es die Möglichkeit sich zu spezialisieren und sich durch diverse Seminare und Schulungen weiterzubilden. Spezialisierungen in Fachbereichen (Diätküche, Patisserie, Sommelier, Marketing) gehören genauso dazu wie Sprachkurse, Unternehmerprüfung, Verkaufstrainings, Managementseminare bis hin zu Führungskräftetrainings. Wie breit gefächert die Möglichkeiten einer Karriere durch Aus- und Weiterbildung im Tourismus sind, sehen Sie in der Broschüre „Der Weg zum Erfolg im Gastgewerbe“ unter www.gastronomieverband.at.

Wir haben national und international erfolgreiche Touristiker über ihren Karriereweg über die Lehre befragt.

Christian Pertl war ehemals bester österreichischer Jungkoch und ist jetzt Direktor des InterContinental Wien:
„Für mich ist nie ein anderer Beruf in Frage gekommen. Meine Eltern wollten, dass ich eine Hotelfachschule besuche. Ich habe mich aber für den Koch entschieden. Der Beruf des Kochs hat mich generell fasziniert. Köche sind für mich gigantische Künstler und kreative Leute. Ich war der erste „Ausreißer“ bei uns in der Familie, der in die Tourismusbranche gehen wollte.
Ein Beruf im Tourismus hat nur schöne Seiten. Leider hat der Tourismus ein schlechtes Image. Es sind aber extrem kreative Jobs, die alle Möglichkeiten bieten. Man kann international tätig sein, man lernt hunderte von Leuten kennen. Man hat tolle Karrieremöglichkeiten.
Nach der Lehre studierte ich auf der Fachakademie für Tourismus in Klagenfurt. Diese dauerte damals sechs Semester, also drei Jahre. In diesem Zeitraum war ich auf Saison und habe in Lech/Arlberg als Koch gearbeitet oder als Barkeeper – auch um die Weiterbildung zu finanzieren. Danach bin ich über ein Austauschprogramm der Wirtschaftskammer Österreich für ein Jahr in die USA gegangen. Danach machte ich im Palais Schwarzenberg ein zweijähriges Management-Traineeprogramm mit dem Schwerpunkt Verkauf/Marketing. Damals knüpfte ich die ersten Kontakte mit InterContinental und bekam ein Jobangebot als Verkaufsleiter für gewisse Segmente. Ich arbeitete die nächsten drei Jahre im Wiener Interconti. Mit 26 Jahren ging ich für ein Jahr nach Bukarest und war dort Marketingdirektor. Danach war ich ein Jahr in Loipersdorf im Wellnesshotel. Seit einem Jahr bin ich wieder im Interconti in Wien als Verkaufs- und Marketingdirektor. In einem Konzern wie InterContinental zu arbeiten, bringt große Vorteile auch im Bezug auf Ausbildung, da sehr viele Weiterbildungsmöglichkeiten geboten und auch finanziert werden.
Jugendliche, die sich für einen Lehrberuf im Tourismus interessieren oder gerade eine Lehre machen, sollten ein konkretes Ziel vor Augen haben. Vor allem ist es aber wichtig, dass sie keine Angst davor haben, ins Ausland zu gehen, denn das ist eine gigantische Bereicherung. Weiterbildung ist wichtig und sollte andauernd passieren – durch Seminare, durch Selbststudium oder im Betrieb. Man muss an etwas glauben und bereit sein, etwas dafür zu geben.
Nach oben hin gibt es im Tourismus keine Grenzen. Gerade in einem internationalen Konzern kann man schnell Karriere machen, wenn man sich engagiert und flexibel ist. Intercontinental ist der größte Konzern der Welt in ständiger Bewegung und Umstrukturierung. Ein nächster Schritt auf meiner persönlichen Karriereleiter wäre sicherlich die Generaldirektion. Aber die Hauptsache ist, dass es aufwärts geht!“

Martin Fencz ist Küchenchef im Hotel Schweizerhof in Zürich, hat zwei Hauben erkocht und plant, bald ein eigenes Restaurant zu eröffnen:
„Ich war immer ein ‚Häferlgucker‘. Meine Eltern hatten selber einen Gasthof und da hab ich immer in der Küche geholfen und schon als Kind ‚mitgewerkt‘. Mit 16 hab ich schon selber sehr viel ausprobiert. Das war für mich auch entscheidend für meine spätere Berufswahl.
Für mich gibt es nur Positives an einem Beruf im Tourismus: die Weltoffenheit, die extreme Breite der Branche – Hotel, Restaurant, Catering, Banken, Versicherungen. Man kann überall arbeiten und man kann seine Kreativität voll ausleben! Es steht einem die ganze Welt offen – wenn man das will!
Das Schönste an einem Beruf im Tourismus ist, täglich Gäste zu verwöhnen, Gäste glücklich zu machen!
Nach der Lehre war ich kurz in der UNO, dann beim Bundesheer. Danach bin ich in die Schweiz gegangen und hab als Jungkoch gearbeitet. Nach vier Jahren war ich kurz in Costa Rica. Dann bin ich wieder zurück in die Schweiz als Chef de Partie. In diesem Hotel in Zürich war ich zuerst Sous Chef, jetzt bin ich Küchenchef.
Neben meinem Beruf habe ich mich laufend weitergebildet und Seminare besucht. Teils habe ich mir das selbst bezahlt, aber zum Großteil das Unternehmen, weil Weiterbildung der Mitarbeiter ja auch im Sinne des Unternehmens ist. Dann habe ich auch Seminare in Richtung Geschäftsführung, Marketing und Sales gemacht.
Die Voraussetzung für eine Karriere im Tourismus: Erfolg hat man nur, wenn man mit Leib und Seele dabei ist. Man darf nicht Geld oder Arbeitszeit in den Vordergrund stellen!
Ich arbeite selbst sehr viel und sehr gern mit Lehrlingen und Praktikanten zusammen. Wenn Sie einen Beruf im Tourismus ergreifen wollen, müssen sie nichts mitbringen außer das Interesse. Alles andere kann man ihnen beibringen. Und es muss ihnen bewusst werden, dass sie dann arbeiten, wenn ihre Freunde frei haben, wenn ihre Freunde Fußball spielen gehen und natürlich auch am Wochenende. Wenn ihnen das bewusst ist, dann kann nichts mehr schief gehen.
Natürlich muss der Chef Verständnis für Lehrlinge aufbringen. Lehrlinge sind keine Laufburschen. Er darf sie nicht ausnützen, sondern ist dafür verantwortlich, dass sie viel lernen.
Meine persönliche Zukunft sehe ich in der Selbständigkeit. Ich will alles, was ich all die Jahre gelernt habe in meine eigene Philosophie und Vision umsetzen.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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