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Lehre: Zugang für Asylwerber

22.08.2019

Asylwerbern könnte künftig wieder der Zugang zu Lehrberufen und der Abschluss einer Ausbildung ermöglicht werden. Das wäre eine Umkehr der zuletzt angewandten Praxis. 

Die Gesetze und Verordnungen müssen eingehalten werden, hieß es bis vor kurzem von Seite der türkis-blauen Bundesregierung. Asylwerber, die sich in Lehrverhältnissen befanden, drohte das jähe Ausbildungsende und die Abschiebung. Die Regierung beschloss weiter, den Zugang zur Lehre für Asylwerber vollkommen zu schließen. Viele Touristiker waren betroffen. Einige Unternehmer und Unternehmerinnen gaben sich aufgrund der Vorgehensweise erbost (die ÖGZ berichtete). Der oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober (Grüne) initiierte eine breite und überparteiliche Plattform „Ausbilden statt abschieben“, die auch viele ehemalige ÖVP-Politiker unterstützten. 

Zugang zum Arbeitsmarkt

Jetzt wurde bekannt, dass eine EU-Verordnung von den handelnden Politikern lange ignoriert wurde. Diese besagt, dass Asylwerber neun Monate nach Antragstellung einen Job annehmen dürfen. Interims-Bundeskanzlerin Bierlein hat angekündigt, das Thema der kommenden Regierung zu überlassen. Bei der in den Umfragen führenden ÖVP gibt es nun jedenfalls einen bemerkenswerten Schwenk. 
Ex-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck wie auch der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer fordern mehr Flexibilität beim Thema ein. Stellt sich die Frage, wie das bei einer möglichen Neuauflage von Türkis-Blau umzusetzen wäre? 

Autor/in:
Daniel Nutz
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