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Lehrlingsaufnahme leicht gemacht

12.09.2006

Die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern unterstützen Lehrbetriebe dabei, die Lehrlingsaufnahme so einfach wie möglich zu gestalten. Nachfolgend die wichtigsten Tipps dazu.

Das „erste Mal“?
Wenn man erstmals Lehrlinge aufnimmt, so ist vor der Aufnahme ein Antrag auf Feststellung der Eignung zur Lehrlingsausbildung bei der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer einzureichen. Ohne Feststellungsbescheid sollte kein Lehrling eingestellt werden.
Wie findet man den Richtigen?
Den perfekt zum Job passenden Lehrling zu finden ist mitunter schwierig. Die Wirtschaftskammern stellen als Hilfestellung übersichtliche, branchenspezifische Auswahlhilfen zur Verfügung (www.aha-bildungsberatung.at), um die Entscheidungsfindung zu erleichtern.
Die Anmeldung
Wenn die Entscheidung, einen bestimmten Lehrling aufzunehmen, gefallen ist, soll die Anmeldung des Lehrvertrages bei der zuständigen Lehrlingsstelle möglichst rasch erfolgen.
Die wichtigsten Fristen
Ist der Lehrling aufgenommen, sind ab dem ersten Lehrtag (gleich Eintrittstag des Lehrlings in die fachliche Ausbildung) folgende Fristen vorgesehen:
– Meldung an die Gebietskrankenkasse binnen sieben Tagen ab Beginn des Lehrverhältnisses durch den Lehrberechtigten.
– Meldung an die zuständige Berufsschule innerhalb von zwei Wochen ab Beginn bzw. bei Beendigung des Lehrverhältnisses.
– Der Lehrvertrag ist möglichst rasch – jedenfalls binnen drei Wochen – nach Antritt der Lehre an die Lehrlingsstelle zu retournieren.
Ausbilderkurs und
Ausbilderprüfung
Entweder der Lehrberechtigte (Einzelunternehmer) selbst oder ein bestellter Ausbilder müssen grundsätzlich neben der fachlichen Qualifikation auch eine pädagogisch-rechtliche Voraussetzung nachweisen (Ausbilderkurs, Ausbilderprüfung). Bei erstmaliger Lehrlingsausbildung kann diese Voraussetzung aber auch nachgebracht werden (18 Monate ab Rechtskraft des Feststellungsbescheides). Ausbilder-Trainings veranstaltet das WIFI in ganz Österreich.
Aktuelle Fördermöglichkeiten
Die finanziellen Mittel für den schulischen Bereich der Lehre kommen von der öffentlichen Hand. Der betriebliche Teil der Ausbildung hingegen wird von den Lehrbetrieben finanziert. Zur Unterstützung der Lehrbetriebe gibt es allerdings eine Reihe von öffentlichen Förderungen:
– Seit Jänner 2002 können Lehrbetriebe eine Lehrlingsprämie von 1.000 Euro pro Jahr und Lehrling im Zuge der Steuererklärung geltend machen. Damit werden die durchschnittlichen Lohnkosten für die Lehrlinge während der Berufsschulzeit ersetzt.
– Unternehmen, die im Jahr 2006 eine höhere Anzahl an Lehrlingen beschäftigten als im Jahr 2005, erhalten über den Zeitraum von drei Jahren für jeden zusätzlichen Lehrling eine Prämie (gestaffelt von 100 bis 400 Euro pro Monat und Lehrling).
– Im ersten und zweiten Lehrjahr ist weder vom Lehrbetrieb noch vom Lehrling ein Betrag zur Krankenversicherung abzuführen.
– Der Betrag zur Unfallversicherung für Lehrlinge entfällt für die gesamte Dauer des Lehrverhältnisses.
– Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sind generell nur im letzten Lehrjahr zu entrichten.
– Eine weitere Förderung des Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) verfolgt vor allem das Ziel, Problemgruppen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Betriebe erhalten einen Pauschalzuschuss zu den Kosten der Lehre. Zum förderbaren Personenkreis zählen: Mädchen in Lehrberufen mit geringem Frauenanteil bzw. besonders benachteiligte Lehrstellensuchende, z. B. Jugendliche mit psychischer, physischer oder geistiger Behinderung, mit sozialer Fehlanpassung, mit Lerndefiziten.

Fragen & Tipps
Hat der Lehrling die Schulpflicht erfüllt?
Nur dann kann ein Lehrverhältnis begonnen werden. Der Hinweis dazu muss aus dem Abschlusszeugnis hervorgehen.
Sollen Schulzeiten auf die Lehrzeit angerechnet werden?
In diesem Fall das jeweilige Zeugnis mit einreichen.
Ausländische Lehrlinge
ohne EU-Staatsbürgerschaft benötigen eine Beschäftigungsbewilligung, einen Befreiungsschein oder einen Niederlassungsnachweis.
Probezeit
Diese beträgt drei Monate.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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