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Bis 2020 war Lisa Weddig bei TUI. Jetzt übernimmt sie die Führung der ÖW.

Lisa Weddig: Gute Wahl für die ÖW?

13.04.2021

Mit Lisa Weddig übernimmt eine junge Deutsche die Geschicke der Österreich Werbung (ÖW). Trotz schwammiger Anforderungen hat eine gute Kandidatin das Rennen gemacht.

Die Österreich Werbung (ÖW) hat eine neue Chefin. Die Deutsche Lisa Weddig übernimmt mit 1. Juni die Geschäftsführung des heimischen Tourismusvermarkters. Sie übernimmt das Staffelholz von Petra Stolba, die  überraschend nach 15 Jahren nicht mehr für eine vierte Amtsperiode antrat.

Weddig bringt internationale Erfahrung mit

Weddig wurde von Tourismusministern Elisabeth Köstinger, ganz repräsentabel, in der Spanischen Hofreitschule präsentiert. Sie steht mit ihren erst 37 Jahren für eine Verjüngung an der Spitze der ÖW. Und bringt trotzdem schon 10 Jahre Führungserfahrung in touristischen Großunternehmern in drei verschiedenen Ländern mit. Von 2015 bis 2020 war die gebürtige Göttingerin Geschäftsführerin von TUI-Österreich.

Die Kompetenzen nimmt Weddig zweifelsfrei mit. Das wusste auch Ministerin Köstinger zu betonen. „Sie bring umfassende Expertise in den Bereichen operative Steuerung, strategische Weiterentwicklung und             Etablierung zukunftsfähiger Strukturen mit. Ich bin davon überzeugt, dass Lisa Weddig nicht nur für die Österreich Werbung, sondern auch für den gesamten heimischen Tourismus die richtige Wahl ist“. Weddig hatte sich gegen 32 Kandidatinnen und Kandidaten durchgesetzt.

Parteifreie Besetzung 

Für die ÖW scheint das auf den ersten Blick eine gute Wahl. Und auch für die zuständige Ministerin Köstinger. Obwohl die Bewerbungskriterien extrem schwammig formuliert waren (Matura und abgeschlossene wirtschaftliche oder touristische Ausbildung), scheint eine kompetente Kandidatin das Rennen gemacht zu haben. Nach dem erbärmlichen Bild, das die Regierungspartei ÖVP rund um die Personalie des ÖBAG-Chefs Thomas Schmid abgibt, zeigt diese Ernennung, dass man auch abseits einer Parteifreunderwirtschaft besetzen kann. Dem Tourismus wird es hoffentlich Auftrieb geben.

Autor/in:
Daniel Nutz
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