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„Lokale Produkte, wo immer sie Sinn machen“

29.10.2010

Wer ins „...ins Anton“ in Leobendorf geht, darf sich auf eine ungewöhnlich reiche Auswahl an Erzeugnissen aus den Genuss Regionen freuen. Anton Pitour hat 2005 das Wirtshaus „...ins Anton“ eröffnet und arbeitet mit regionalen und saisonalen Zutaten.

Ein Blick auf Speisekarte und Teller im „... ins Anton“ beweist die Liebe des Wirtes zu regionalen Gerichten

Anton Pitour ist Gastronom mit Leib und Seele und gut 20-jähriger Branchenerfahrung. 2005 hat er im niederösterreichischen Leobendorf das Wirtshaus „...ins Anton“ eröffnet und eigentlich von Anfang an versucht, mit regionalen ebenso wie saisonalen Zutaten zu arbeiten. „Ich versuche halt immer wieder, etwas Neues zu erforschen und auszuprobieren.“ Mit einer „Hausmannskost mit Pfiff“ können sich seither die Gäste von Anton Pitour, der selber hinter den Töpfen und Pfannen in der Küche steht, verwöhnen lassen. Zwei helfende Mitarbeiter in der Küche und drei Leute im Service sorgen überdies für einen reibungslosen Ablauf.

Von 0 auf 13 in kürzester Zeit
Zum Thema „Genuss Regionen“ ist Pitour vor rund zwei Jahren bei einer Wanderung durchs Waldviertel gekommen, als er erstmals mit dem Waldviertler Weiderind in Kontakt kam: „Das hat mich geschmacklich fasziniert und dadurch bin ich auch zu anderen Genuss-Regions-Produkten gekommen.“ Heute dürfte es nur wenige Wirte geben, die mehr Genuss-Regions-Produkte in ihrer Küche verwenden: Waldviertler Weiderind, Weinviertler Schwein, Pannonisches Mangalitzaschwein, Waldviertler Karpfen, Weinviertler Erdäpfel, Wiener Gemüse, Alpachtaler Heumilchkäse, Schlierbacher Käse, Steirisches Kürbiskernöl g.g.A., Waldviertler Mohn, Traisentaler Fruchtsäfte oder Pielachtaler Dirndl lautet die aktuelle Auswahl der Bezugsquellen im „... ins Anton“, wobei je nach Saison einige Produkte von dieser Liste wegkommen und andere dafür dazukommen.

Die Liebe zur überschaubaren, eigenen Produktion hat Pitour schon von seinem Vater, einem Imker, in die Wiege gelegt bekommen, und noch heute stammt der Honig, den Pitour verwendet, von eigenen Bienenstöcken. Logisch, dass Pitour auch beim Bier auf die Braukunst einer lokalen Kleinstbrauerei setzt und beim Wein ausschließlich österreichische Rebensäfte ausschenkt. Heimische, lokale Produkte also überall da, wo sie Sinn machen. „Niederösterreichisches Cola würde vielleicht nicht so gut gehen“, grinst Pitour. Als „Genuss Wirt des Jahres“ hat sich der Gastronom dieses Jahr erstmals beworben, und dass er den Landessieg gleich beim ersten Antreten davontragen konnte, freut ihn natürlich umso mehr. Schließlich ist das Thema „Genuss“ das essenzielle seiner Wirkungsstätte. „Genuss bedeutet für jeden etwas anderes. Aber wie das auch jeder für sich definiert, wichtig ist, dass einem das Essen und Trinken schmeckt, dass man sich wohlfühlt. Dafür versuche ich alles zu tun“, so Pitour. Und wenn ein Gast mal Lust hat, sich sein Bier selber zu zapfen – warum nicht! Im „... ins Anton“ ist auch das möglich.

„Man spürt die Freude“
Eine Philosophie, die auch den Mystery Testern der Genuss Regionen aufgefallen ist: „Man spürt die Arbeitsfreude“, heißt es etwa im Prüfbericht, der mit dem Satz endet: „Es war ein erfreulicher Restaurantbesuch mit gutem Service und Küche.“
CKS

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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