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Markensymposium Österreich Werbung: Wachstumsmarkt Generation 50+

17.10.2007

Die Österreich Werbung stellte den demographischen Wandel und die damit verbundenen Chancen für den österreichischen Tourismus heute in den Mittelpunkt eines hochkarätig besetzten Markensymposiums in Kavalierhaus Salzburg-Klessheim.

"Die Aufgabe der Österreich Werbung ist es, sich mit dem Geschäft von übermorgen auseinanderzusetzen und gesellschaftliche Strömungen auf ihre touristischen Auswirkungen zu überprüfen. Das Älter werden der Gesellschaft ist nicht gleichzusetzen mit einer alternden Gesellschaft", erklärte Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. "Wir werden von dieser Entwicklung profitieren. Österreich ist definitiv ein Land für Best Ager, in dem sie mit ihrem Qualitätsanspruch und ihrer Wertschätzung für gute und freundliche Dienstleistung sehr gut aufgehoben sind", gab sich Stolba überzeugt.

Um die komplexe Zielgruppe 50+ besser analysieren und neue Ideen für zukunftsweisende Konzepte und Dienstleistungen entwickeln zu können, lud die Österreich Werbung zahlreiche Referenten aus den unterschiedlichsten Branchen zum Gedankenaustausch. Prof. Dr. Martin Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T.) analysierte die Zahlen, Fakten und Trends zu den Touristen von übermorgen. Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen lauten für ihn die zentralen Fragen: Wie geht es mit der touristischen Nachfrage weiter? Wie kann Österreich von der wachsenden Gruppe älterer Menschen profitieren? "Forschungsergebnisse belegen, dass Wandlungsprozesse langfristig und vorhersehbar ablaufen und Senioren in Zukunft der Wachstumsmotor für den Tourismus sein könnten", erklärt er.

Die Urlaubsansprüche und -themen der Generation 50+ definieren sich für Lohmann aus dem biologischen Alter, ihren gemeinsamen Erfahrungen und ihrer aktuellen gesellschaftlichen Rolle. Lohmann appellierte an die Touristiker: "Im Marketing muss deutlich unterschieden werden zwischen Strategien, die auf heutige Senioren und solche, die auf zukünftige Senioren zielen. Die zentrale Aufgabe im Destinationsmanagement besteht daher darin, Österreich mit einem positiven Image im "relevant set" der Zielgruppe 50+ - und das sind mehrere - zu verankern."

Wenn die so genannten Best Ager künftig eine ganz zentrale Bedeutung für den österreichischen Tourismus spielen sollen, gilt es, optimale Dienstleistungen für diese Zielgruppe zu gestalten. Das heißt konkret: die intensive Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und den Lebenswelten dieser Menschen sowie ihre Wünsche, Sehnsüchte und Vorstellungen punkto Freizeitverhalten auch in die Urlaubsangebote zu integrieren. "Die Generation 50+ ist eine inhomogene Zielgruppe und möchte keinesfalls als ältere Menschen angesprochen werden", brachte es Mag. Martin Schobert,
ÖW-Bereichsleiter Research & Developement auf den Punkt. Die bewusste Gestaltung von Dienstleistungen bedeutet im Tourismus dann im ersten Schritt, eine klare strategische Positionierung vorzunehmen. "Und folgende Fragen zu beantworten: Was unterscheidet mich mit meinen Angeboten vom Mitbewerber, was sind besondere Stärken, die ich für innovative Services nutzen kann?", rät Schobert.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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