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Martin Schäffl: „Touristische Gusto-Stückerl statt Einheitsbrei“

18.05.2006

Martin Schäffl ist seit drei Jahren Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mayrhofen, der seit der Fusion mit dem TVB Hippach mit 2,2 Mio. Nächtigungen der größte im Zillertal ist. Der frühere Tennisprofi ist längst auch in Marketing-Fragen für seine gute „Vorhand“ bekannt.

Über das Sport-Marketing nahm er den Sprung in den Tourismus. Seine Strategie ist es, im Zillertal stärker auf Events und PR statt auf klassische Werbung zu setzen: Seit dem erfolgreichen Int. Radkriterium und der Transalp-Challenge ebenso wie dem neuen Mountainbike-Konzept, das mit Tourismus-Kollegen im Zillertal initiiert wurde, ist das Zillertal erstmals als Bike-Region bekannt. Die renommierten Snowboard-Events wie das Ästhetiker - Wängl Tängl der TTR (Ticket to Ride) Tour oder Snowbombing(-Tour), die Schäffl gemeinsam mit den Mayrhofner Bergbahnen auf’s Board brachte, haben dem Burton Park Mayrhofen fast schon Weltruf eingetragen und zusätzliche Zielgruppen und Nächtigungen im vierstelligen Bereich erschlossen. Damit einher gingen der konsequente Ausbau des Online-Marketing auf www.mayrhofen.at, die Umstrukturierung und ein neues Qualitätsmanagement im TVB-Büro. Nach Schäffls Aussagen waren alle diese Änderungen in der Kommunikationsarbeit längst überfällig: „Auch wenn das Zillertal und insbesondere Mayrhofen nach wie vor ein Nächtigungsplus nach dem anderen schreibt, dürfen wir uns nicht auf den Lorbeeren – sprich den altbekannten Zielgruppen, Skifahrern und Wanderern, – ausruhen. Damit allein kann es nicht mehr lange gelingen, das Image als junge und aktive Tourismus-Region aufrecht zu erhalten. Sich nicht zu spezialisieren und einfach alles anzubieten heißt bei unseren zukünftigen, kritischeren Tourismus-Kunden „gar nichts besonders gut können“. Es ist daher (längst) an der Zeit, das Zillertal als Qualitätsmarke neu zu positionieren, für die der Kunde auch bereit ist, etwas mehr zu zahlen (auch wenn sie ein bisschen teurer ist).“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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