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Megaparty im Prater

30.09.2005

Die Teilnahme Rapids an der Champions-League ist nicht nur sportlich von Bedeutung. Auch wirtschaftlich wird viel bewegt. So wurden beim Auftaktspiel gegen Bayern München 2.300 VIP’s verköstigt.

Das ausverkaufte Praterstadion war im CL-Spiel Rapid gegen Bayern München aufgrund der strengen UEFA-Vorschriften zwar „trocken“, davor und danach floß Wein und Bier jedoch in Strömen.
Doch nicht nur die Würstelstände rund um das Praterstadion und Bierlokale, wie das Schweizerhaus, machten an diesem Mittwoch gewaltige Umsätze, 2.300 Besucher wurden von Rapid im extra aufgebauten VIP-Zelt verköstigt.
Der Aufwand für dieses VIP-Zelt war gewaltig. Rund 250 Tische wurden eingedeckt und aufwändig geschmückt, damit alle 2.300 Gäste unabhängig vom Spielausgang glücklich werden. 50 Köche verarbeiteten über 1.500 Kilo Fleisch, 250 Stelzen, 150 Kilo Fisch. Knapp 100 Servicemitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf.
Für das Catering bei Rapid ist seit sieben Jahren Franz Hillinger vom gleichnamigen Hotel in Wien Donaustadt verantwortlich. „Das Um und Auf bei Veranstaltungen dieser Größenordnung ist ein eingespieltes Team, das weiß, was wann zu tun ist“, so Hillinger, denn im Gegensatz zu „normalen“ Großveranstaltungen kommt es rund um ein Fußballspiel zu extremen Stoßzeiten.
Strenge UEFA-Richtlinien
Normalerweise arbeitet Rapid beim Catering mit langjährigen Partnern wie Ottakringer, Vöslauer, Schlumberger und Schärf-Kaffee zusammen. In der Championsleague war jedoch ein eigener VIP-Bereich eigens für die UEFA-Sponsoren gefordert. Hier wird diesen Sponsoren eine exklusive Präsenz zugesichert. Sprich statt Ottakringer Bier wurde Heineken ausgeschenkt, statt Vöslauer gab es Gasteiner Mineralwasser. Diese Exklusivität geht so weit, dass sogar über die Speisekarte diskutiert wurde, auf der ein Foto des jubelnden Rapid-Teams zu sehen ist. Das Problem, das die UEFA damit hatte: Auf den Rapid-Dressen ist das Logo des Sponsors VISA zu sehen. Exklusivsponsor der UEFA ist jedoch der Mitbewerber Mastercard.

Für Andi Marek, der als Leiter des Rapid-Clubservices für die Abwicklung rund um die Rapidspiele verantwortlich ist, geht es beim VIP-Club-Catering nicht nur um einmalige Zusatzgeschäfte, sie sind unverzichtbare Bestandteile der Vermarktung der Marke Rapid: „Fußball im allgemeinen und Rapid im besonderen hat einen gesellschaftlichen Stellenwert gewonnen, der vor einigen Jahren noch undenkbar war“, so Marek. Deshalb ist es wichtig, dass Sponsorpartner ihre Kunden zu Spiel mitnehmen und sie dort auch in einem passenden Rahmen bewirten können. „So hatten wir beim Bayern-Spiel einen Gutteil der heimischen Wirtschaftselite zu Gast. Es gehört heute einfach zum guten Ton, sich bei Rapid zu zeigen“, freut sich Marek.
Besonders stolz ist er auf das Lob, das ihm die Gäste aus München spendeten: „Die haben so etwas noch nicht gesehen und dabei kommen die Bayern ja regelmäßig in alle europäischen Metropolen, von Madrid und Mailand bis nach London und Paris.“
Jede zweite Woche ein Fest
Es ist zwar wichtig, auch ein tolles Championsleague-Fest für 2.300 Gäste auf die Beine stellen zu können, der Alltag lautet jedoch Österreichische Bundesliga im Hanappi Stadion. Wir sind mit unserem VIP-Bereich auf der Südtribüne aus allen Nähten geplatzt. Deshalb haben wir uns entschlossen, auch auf der Nordtribüne einen VIP-Bereich einzurichten, der ebenfalls von Franz Hillinger gecatert wird“, so Marek.
Weil es neben den rund 600 VIPs, die für ein Jahresabo 2.000 Euro bezahlen, haupt-sächlich „normale“ Fans gibt, führt Hillinger für Rapid auch das „Rapid-Dorf“. Dabei handelt es sich um ein Zelt neben dem Stadion, in dem Fans vor und nach dem Spiel noch gerne auf ein Bier kommen. „Ein Spiel dauert eben nur am Feld 90 Minuten. Das Event „Fußball-Match“ dauert wesentlich länger. Und Andi Marek ist dafür verantwortlich, dass der Sieger in der „Nachspielzeit“ auf jedem Fall Rapid heißt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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