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Mehr Nächtigungen im Oktober

19.11.2008

Erstmals übersprangen heuer die Oktober-Nächtigungen in Wien die 900.000er-Marke: Ein Plus von 6,5 % gegenüber dem vorjährigen Oktober ließ sie auf 925.000 steigen. Das Nächtigungsergebnis von Jänner bis Oktober 2008 liegt gleichfalls um 6,5 % über dem des Vergleichszeitraums 2007. Für Tourismusdirektor Norbert Kettner natürlich kein Grund, die internationale Finanzkrise und deren touristische Auswirkungen auf die leichte Schulter zu nehmen, aber ein deutliches Zeichen dafür, dass vorschnelle Horror-Szenarien ebenso fehl am Platz sind.

Von Wiens touristischen Hauptmärkten trugen im Oktober Deutschland, Russland, die Schweiz und Rumänien mit zweistelligen Zuwachsraten zu dem positiven Gesamtergebnis bei. Auch aus Österreich und Frankreich erhöhte sich das Aufkommen. Der - erwartungsgemäß - starke Rückgang aus den USA sowie gesunkene Nächtigungszahlen aus Italien, Großbritannien und Spanien konnten damit mehr als wettgemacht werden. Das positive Oktober-Ergebnis kam allen Hotelkategorien zugute. Die erhobene durchschnittliche Bettenauslastung betrug 60,2 % (10/07: 61,0 %), woraus sich eine Zimmerauslastung von 74,9 % ergibt (10/2007: 74,2 %). Von Oktober 2007 bis Oktober 2008 erhöhte sich Wiens Bettenstand um rund 3.200 Betten (+ 7 %).

Seriöse Maßnahmen für eine schwierige Marktlage

Tourismusdirektor Kettner zum Oktober-Ergebnis: "Die in den letzten Tagen vielfach medial geäußerten Einzelvorhersagen zur Entwicklung des Tourismus in Wien, veranlassen mich, die Oktober-Zahlen nicht unkommentiert zu veröffentlichen, und dabei auf folgende Fakten hinzuweisen: Wiens bisheriges Ergebnis heuer gibt allen Anlass zu Mut und Zuversicht. Die Nächtigungen liegen nicht nur im Oktober, sondern auch von Jänner bis Oktober um 6,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Netto-Nächtigungsumsatz der Hotellerie von Jänner bis September weist mit 11,7 % ein fast doppelt so starkes Plus auf. Wir steuern nach fünf Rekordjahren en suite heuer auf das sechste zu. Dennoch kann auch Wien sich nicht von den Auswirkungen der internationalen Finanzkrise, die den Tourismus weltweit betreffen werden, abkoppeln. Dessen ist man sich im WienTourismus wohl bewusst, und wir haben bei Ausbruch der Finanzkrise schon vorbeugend begonnen, uns darauf vorzubreiten. Aber nicht in kopfloser Panik nach dem Motto ,Hauptsache schnell was tun', sondern systematisch und mit ruhiger Hand. Die Rücksprache mit unseren Partner in den wichtigsten Märkten und in der Branche vor Ort sowie die Sicherstellung von Mitteln sind dabei unabdingbare Voraussetzungen. Ein daraus entwickeltes Bündel gezielter, aufeinander abgestimmter Maßnahmen wird bereits geschnürt und Anfang Dezember präsentiert werden. Wir nehmen die aktuelle Lage wahrlich nicht auf die leichte Schulter, halten aber vorschnelle Horror-Szenarien, wie sie derzeit verbreitet werden, für fehl am Platz. Das kommende Jahr wird eine große Herausforderung für den globalen Tourismus, doch seriöse Prognosen, die über ‚Kaffeesudlesen mit Bauchgefühl' hinausgehen, wurden bisher noch von niemand geboten. - Angesichts der von internationalen Experten derzeit als unprognostizierbar bezeichneten Finanz- und Wirtschaftsentwicklung auch nicht verwunderlich. Die vorliegenden Fakten zeigen Wien als eine bestens aufgestellte Destination, die sich effizient dafür rüstet, das hohe Niveau ihrer Ergebnisse auch bei schwieriger Marktlage zu verteidigen."

Jahresvergleich auch über dem Vorjahr

Von Jänner bis Oktober 2008 wurden in Wien insgesamt 8.588.000 Nächtigungen registriert (+6,5 %). Die Hotelbetten waren in diesem Zeitraum zu durchschnittlich 57,1 % ausgelastet (1 - 10/2007: 58,3 %), die Hotelzimmer gleich wie in der Vorjahresperiode zu rund 71 %. Der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe liegt derzeit für Jänner bis September 2008 vor und ergab in diesem Zeitraum insgesamt 362.546.000 € (+ 11,7 %).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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