Direkt zum Inhalt

Mehr Neuaufnahmen als Kündigungen

04.07.2005

11 Prozent der heimischen Unternehmen wollen Personal aufstocken, nur 6 Prozent bauen ab.

Zu ihren Personalplänen für das 3. Quartal 05 wurden 776 Unternehmen aus ganz Österreich befragt. Das Ergebnis: Die Mitarbeiteraufnahmen übersteigen die Einsparungen um netto +5%.
Nach Bundesländern unterteilt finden sich in OÖ mit weitem Abstand die besten Jobchancen. Durchaus gut sind auch die Möglichkeiten in Tirol, Salzburg und NÖ. Im Mittelfeld rangieren Wien und Vorarlberg, während im Burgenland und in Kärnten keine Verbesserungen zu erwarten sind. Mehr Stellenabbau als Aufnahmen ist nur in der Steiermark zu befürchten.
Interessante Jobchancen in der Touristik
Nach Wirtschaftssektoren führt das Bauwesen, wo – anders als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – eifrig rekrutiert wird. Auch der Mischsektor Kredit- & Versicherungswesen, Immobilien und unternehmensnahe Dienstleistungen punktet mit expansiven Personalplänen. Ebenfalls interessant sind die Jobchancen für Beschäftigte im Handel, im Tourismus und in der Land- & Forstwirtschaft. Wenig Bewegung hingegen ist in der Sachgütererzeugung, in Bergbau & Rohstoffgewinnung und in der Energieversorgung zu finden. Personalreduktionen werden nur in Verkehr & Telekommunikation und Öffentliche Hand & Soziales erwartet.
Österreich liegt im
Gesamtrend 
Österreich folgt mit einem Beschäftigungsausblick von netto +5% (resultierend aus +11% Zuwachs und -6% Abbau) dem europäischen Gesamttrend. Europaweit planen Irland (+20%) und Norwegen (+17%) die aktivsten Neueinstellungen, gefolgt von Großbritannien (+12%), Schweden (+11%) und Spanien (+10%). Erstmals kommen auch aus Deutschland positive Signale mit +4% mehr Einstellungen als Kündigungen.
Die Deutschen kommen
Immer mehr Deutsche arbeiten aber auch im Ausland. Die Zahl der grenzüberschreitenden Vermittlungen nach Europa stieg im Vorjahr auf 7.221 Stellen und Praktikumsplätze nach 4.887 im Jahr zuvor, teilte die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit mit.
Weltweit waren es 9.111 Vermittlungen. Beliebteste Länder waren Österreich, die Schweiz und die Niederlande. Rund zwei Drittel der Vermittelten hatten zuvor staatliche Leistungen bezogen.
9.000 arbeiten in der
Gastronomie und Hotellerie
Insgesamt haben in Österreich im April 42.878 Deutsche einen Job gefunden, das waren um 21 Prozent mehr als im Jahr 2004, geht aus der aktuellen Statistik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträgers hervor. Im März waren saisonbedingt sogar fast 46.000 Deutsche in Österreich beschäftigt, davon rund 9.000 in Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben und etwa 2.300 am Bau. Insgesamt waren in Österreich im März 2005 365.670 Ausländer beschäftigt, was 11,5 Prozent an der Gesamtbeschäftigung entspricht. Die deutschen Gastarbeiter sind in der Statistik der Ausländerbeschäftigung bereits an dritter Stelle. Die meisten ausländischen Arbeiter kommen mit 154.214 aus dem ehemaligen Jugoslawien, gefolgt von der Türkei mit 52.314 Beschäftigten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
10.06.2021

Der Vorarlberger Landeshauptmann prescht vor. Seiner Meinung nach kann die Nachtgastronomie unter strengen Vorkehrungen und mit guten Konzepten mit Juli öffnen. 

Die Sperrstunde fällt in Österreichs Gastro im Juli. Fragen bleiben trotzdem offen.
Gastronomie
09.06.2021

Mit Juli soll die Covid-bedingte vorverlegte Sperrstunde fallen. Demnach könnte auch die Nachtgastronomie aufsperren. Eigentlich. Denn ohne der Möglichkeit zu Tanzen und an der Bar zu sitzen wird ...

Gastronomie
02.06.2021

Die Tischreservierungen in der Gastronomie nehmen in Zeiten der Pandemie zu. Doch was tun, wenn die Gäste dann doch nicht kommen?

v. l. o.: Johanna Werner, Andreas Senn, Uwe Machreich und Laurent Jell.
Gastronomie
02.06.2021

Wir haben nachgefragt bei: Johanna Werner, Andreas Senn, Uwe Machreich und Laurent Jell.

Der Trend zum Wandern geht in die Masse, neuerdings flanieren Urlauber auch gerne in den Berne.
Tourismus
02.06.2021

Seit einigen Jahren erlebt Wanderurlaub einen stetigen Aufschwung. Die Pandemie hat den Outdoor-Boom noch weiter verstärkt. Neue touristische Produkte tragen dem Rechnung.

Werbung