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Mehr Pleiten in der Gastro

02.11.2017

Insolvenzen: Mit einem Plus von 3,8 Prozent verzeichnet die Branche eine Gegenbewegung zum allgemein freundlichen Trend.

Die Firmeninsolvenzen sinken. Konkret gab es 2017 bislang 3.924 Fälle – das sind rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Das ist zunächst eine gute Nachricht und hängt mit dem seit einiger Zeit steten Wirtschaftswachstum zusammen. Allerdings zeigen die Zahlen des Beherbergungs- und Gaststättenwesens ein anderes Bild. Mit einem Plus von 3,8 Prozent verzeichnet die Branche eine Gegenbewegung zum allgemein freundlichen Trend. Grund zur Sorge? Nein, wie Gerhard Weinhofer, der Geschäftsführer des Österreichischen Verbandes Creditreform (ÖVC), gegenüber der ÖGZ erklärt: „Es sind in totalen Zahlen 23 Insolvenzen mehr als im Vorjahr. Also keine gravierende Entwicklung.“ 

Personalprobleme

Die Hauptursachen liegen laut Weinhofer in der oftmals mangelnden Qualifikation der Unternehmer. Stichwort: das Einmaleins des ordentlichen Kaufmannes. Branchenspezifisch sind häufig auftretende Probleme jene mit dem Personal (mangelnde Qualifikation, „kreative Abrechnungen“ …) sowie bürokratische Hindernisläufe (Beispiel: Rauchverbot). 

Kaum Konjunktureffekte

Weinhofer erklärt die im Vergleich zu anderen Branchen weniger guten Zahlen aber auch damit, dass sich der steigende Privatkonsum traditionell nicht so stark auf die Gastronomie und Beherbergung auswirkt. „Die Leute sparen eher beim Lokalbesuch als bei Unterhaltung oder Kleidung. Die Haushaltsbudgets werden bei steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten angestrengt“, erklärt der ÖVC-Chef. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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