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Mehr Saison-Kräfte aus Nicht-EU

12.04.2019

Die Beschäftigung von befristeten Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern wird neu geregelt. Waren im Tourismus bisher 1.000 Personen im Winter und 720 im Sommer über die sogenannten Saisonkontingente genehmig, sind es künftig ganzjährig durchgehend 1.263. Im Vergleich dazu: steigt in der Landwirtschaft die Zahl von 2.610 auf 2.727 plus 288 Kurzzeitkräfte (bisher 275).

Wie sieht es im Detail aus? Für ein und dieselbe Saisonarbeitskraft dürfen innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten Beschäftigungsbewilligungen für eine Gesamtdauer von längstens neun Monaten erteilt oder verlängert werden. Rechnet man das auf die derzeitige Praxis hoch, steigt die Zahl der Kurzzeitkräfte aus Nicht-EU-Ländern um 4,5 Prozent.

Kurzfristig kann künftig die Zahl der Saisonniers auch um 20 Prozent erhöht werden. Dabei können Kontingente in auslastungsstarken Monaten um bis zu 20 Prozent überzogen werden, aber im Gegenzug müssen sie in auslastungsschwachen Monaten reduziert werden.

Flexibler

Von „mehr Flexibilität“ spricht Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Zustimmung zur neuen Regelung kommt auch Wirtschaftskammer und die Hoteliervereinigung (ÖHV). Speziell im Premierenjahr müsse man sich aber noch genau ansehen, wie sich die Regelungen in der Praxis beweist, etwa ob es im Dezember noch genügend Kontingentplätze gebe.SPÖ und Gewerkschaften hatten bislang die geplante Erhöhung kritisiert. Sie meinen, dass bei hohen Arbeitslosenzahlen eine Öffnung des Arbeitsmarktes nicht vertretbar 
sei. 

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