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Mehrbettzimmer mit Charme

05.05.2011

Das wombat’s City Hostel „The Naschmarkt“ verrechnet Bettpreise pro Nacht, definiert sich weder als Hotel noch als Jugendherberge und kalkuliert das Frühstücksbuffet mit einem Euro Wareneinsatz

Das Führungsteam der Hostelkette wombat’s (v. l. n. r.) Marcus Praschinger, John Byrn, Alexander Dimitriewicz, Ceawlin Thynn

Wombat’s ist kein Hotel und keine Jugendherberge. Eigentlich haben wir kein Konzept. Die Idee von wombat’s, die wir in Australien kennengelernt haben, liegt irgendwo in der Mitte. Wir verkaufen keine Zimmer, sondern Betten“, erklärt Alexander Dimitriewicz. Die Zimmer verfügen über einen gewissen Qualitätscharakter und sind alle mit Dusche und WC ausgestattet. Der Gast hat die Möglichkeit das Frühstück in der Gemeinschaftsküche selber zu kochen oder dieses zu kaufen. „Bei uns gibt es kein Alterslimit. Da auch unsere Gäste älter werden, bieten wir seit einigen Jahren auch Doppelzimmer an. 80 Prozent unserer Buchungen erfolgen online; davon 60 Prozent über die eigene Homepage, die täglich aktualisiert wird“, betont Dimitriewicz.

Style und Design
Menschen mit den unterschiedlichsten Lebenskonzepten treffen im wombat’s City Hostel „The Naschmarkt“ zusammen. Es ist nunmehr das dritte wombat’s City Hostel in Wien. Mit dem neuen Haus möchte man auch neue Standards im Hostelsegment setzen. „Wir legen großen Wert auf Style und Design. Für die Innenausstattung wurde das Designerinnenduo Barbara Ambrosz und Karin Santoroso von Lucy.D beauftragt. Die Lobby soll an ein Wiener Kaffeehaus erinnern“, erklärt wombat’s-GF Marcus Praschinger. Warme Brauntöne von Melange über Sandgelb bis Dunkelbraun in Kontrast zu Türkis geben im Lobbybereich den Ton an. Weiß sowie Grüntöne von hell bis dunkel dominieren den Frühstücksbereich. Der zentrale Treffpunkt des Hostels ist die Bar, sie soll durch Ausstattung und Farbgebung in verschiedenen Schattierungen von Violett, Bordeaux und Himbeer an eine Theaterbar erinnern. „Design ist ein nachhaltiger Wert, in den man Zeit und Geld investieren soll“, ist Praschinger überzeugt.

Wareneinsatz: 1 Euro
Die historische Außenfassade des ehemaligen Mietzinshauses ist erhalten geblieben, das Gebäude wurde um zwei Stockwerke und ein Dachgeschoß aufgestockt, um Platz für 123 Zimmer mit 460 Betten zu schaffen. Jedes Zimmer ist mit Bad und WC ausgestattet. „Die großzügig gestalteten Mehrbettzimmer mit bis zu acht Betten und 35 Doppelbettzimmer sollen jedem Gast eine für ihn optimale Unterbringung bieten. Je nach Gästestruktur – ob Backpacker, Einzelreisende, Gruppe, Familie oder Businessgast – kann jeder Wunsch erfüllt werden“, meint Praschinger. Derzeit kostet das Bett im Mehrbettzimmer zehn Euro, das Doppelzimmer gibt es um 58 Euro pro Nacht. „Wir verrechnen für das Buffetfrühstück mit hochwertigen Wurst- und Käsesorten, Obst, Cerealien und Kaffee aus dem Vollautomaten 3,50 Euro, wobei wir das Frühstück mit einem Wareneinsatz von einem Euro pro Person kalkuliert haben“, ergänzt Praschinger.

Darüber hinaus verfügt das Hostel über eine eigene großzügig eingerichtete Gästeküche, Münzwäscherei, Fahrradabstellraum und Internetstationen. W-Lan steht in allen öffentlichen Bereichen kostenlos zur Verfügung. „Wir erwarten im ersten Jahr eine Auslastung von rund 70 Prozent, und infolge streben wir 80 Prozent an. Betreffend der Mitarbeiterzahl haben wir, umgelegt auf Vollzeitbeschäftigte, derzeit 25“, so Marcus Praschinger.

Irene Stelzmüller

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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