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MesseWienNeu inoffiziell eröffnet

27.11.2003

Der Kardiologenkongress 2003 galt für alle am Umbau der Wiener Messe Beteiligten als Bewährungsprobe.

Mit dem Europäischen Kardiologenkongress wurde das neue Wiener Messe- und Kongresszentrum erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem wahren Kraftakt zog man dieses Megaprojekt durch (Baubeginn war im Sommer 2001) und konnte zeitgerecht zu diesem Kongress den ersten Bauabschnitt abschließen.
Somit stehen jetzt die beiden neuen Messehallen A und C sowie die durch Adaptierungsarbeiten auf letzten technischen Stand gebrachte alte Halle 25 (nunmehr Halle B) zur Verfügung. Bereits im März konnte auch das Parkhaus West mit rund 1.500 Stellplätzen für den Messebetreiber Reed Exhibitions zur Nutzung freigegeben werden, das Parkhaus Ost mit 1.900 Stellplätzen war jetzt zum Kardiologenkongress betriebsbereit.
Die Teile des neuen Messezentrums, die den zweiten Bauabschnitt umfassen – das Kongresszentrum mit dem angrenzenden Messeturm, das Foyer West, die Mall mit dem Foyer Ost und die Messehalle D – sind im Rohbau soweit fertig gestellt, dass nunmehr die Innenausbauarbeiten erfolgen können.
Im Endausbau werden alle Bauteile des Messezentrums termingerecht Ende 2003 fertig gestellt sein, sodass die offizielle Eröffnung am 14. Jänner 2004 planmäßig stattfinden kann.

Der Kardiologenkongress stellte die Ziellinie dar
Die Stadt Wien hat massiv in den Neubau der Wiener Messe investiert, die Bauplanung für das gesamte Gelände nahm Rücksicht auf die Terminwünsche des Kardiologenkongresses (27.000 Teilnehmer), und die Infrastruktur der Hallen wurde gemeinsam mit der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft entwickelt. Ebenso wesentlich war die hervorragende Kooperation der Wiener Hotellerie, die – koordiniert durch das Vienna Convention Bureau – dem Kongress schon vier Jahre im Voraus rund 11.000 Zimmer für 2003 garantieren musste (eine selbst für Wiens „kongresserprobte“ Hotellerie unüblich hohe Zahl). Tatsächlich wurden während des Kongresses selbstverständlich wesentlich mehr Zimmer durch die Kardiologen belegt; etwa 70% von Wiens gesamten Hotelbetten. Die ganze Stadt und ihr Umland waren jedenfalls restlos ausgebucht.

Impulse für die Wirtschaft
Allein für das Projekt der Neugestaltung der „Wiener Messe“ wurden 2002 durch die Stadt Wien 60 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, 2003 werden es 88 Mio. Euro sein. Insgesamt ist für dieses Projekt eine Investitionssumme von 192 Mio. Euro vorgesehen. In Summe werden im Rahmen des Messeneubaus reine Bauaufträge im Wert von 140 Mio. Euro vergeben. Derzeit arbeiten mehr als 300 Arbeiter auf der Baustelle, die Arbeitsplätze bei den Zulieferern sind dabei nicht eingerechnet.
Kongresse, wie der der Kardiologen, bedeuten ein erhebliches Potential für das Wirtschaftswachstum der Stadt, da die Besucher genau jenem Typus eines Kongressteilnehmers entsprechen, um den aus wirtschaftlicher und touristischer Sicht geworben werden sollte. Kongresstouristen geben pro Tag 390 Euro aus, herkömmliche Touristen 170 Euro. Der Kardiologenkongress 2003 brachte nach Berechnungen der Fachleute der Wiener Wirtschaft eine Umwegrentabilität von mehr als 50 Mio. Euro, was einem Viertel der aufgewendeten Projektsumme entspricht.

Visionen für die „Alles für den Gast“ im Frühjahr 2004
„Der Messeplatz Wien als Heimat der ‚Alles für den Gast Wien‘ hat meines Erachtens ungemein viel Phantasie: Zum Ersten bietet Wien als internationale Top-Reisedestination eine starke Hotellerie- und Gastronomie-Szene. Zum Zweiten bildet Wien bzw. das nähere Einzugsgebiet einen Ballungsraum mit rund 2,5 Millionen Menschen – davon profitiert naturgemäß auch die Gastronomie mit einer entsprechenden Dichte. Zum Dritten entsteht durch den Beitritt der angrenzenden Länder im östlichen Halbkreis um Wien ein neu zu betrachtender EU-Binnenmarkt. Ich erwarte mir hier eine deutliche Sogwirkung mit entsprechender Nachfrage- bzw. Investitionsdynamik. Als Veranstalter gießen wir all diese Rahmenbedingungen in ein zukunftsorientiertes Messekonzept, das wiederum unseren Kunden jene Ideen/Kontakte/ Chancen eröffnet, die sie für ihren Geschäftserfolg benötigen“, ist Evelyn Straitz, die Messeleiterin für „Alles für den Gast“, überzeugt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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