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Der alte (links) und der neue Staatsmeister: Clemens Kainradl nebst Michael Leingartner.

Michael Leingartner ist Biersommelier-Staatsmeister

31.10.2016

Biere blind zu verkosten war nicht die einzige Hürde für die Teilnehmer der Sommelier-Staatsmeisterschaft. Michael Leingartner hat sie gemeistert.

Leingartners Präsentation im Finale überzeugte die Jury.
Das zehnköpfige Nationalteam fährt 2017 nach München zur WM. Der Brauereiverband spendiert den Teilnehmern ein Trainingslager in Kiesbyes Bierkulturhaus.

Marc’s Chocolate Bock von Maisel & Friends heißt das Bier, das der spätere Sieger Michael Leingartner für seine Präsentation im Finale beschreiben darf. Zu Beginn spricht er über die Brauerei selbst, nennt die Braumeister beim Namen und erzählt, wie sich Europas Brauereien mit dem “Herüberschwappen des Craft Beer Booms” neu positioniert haben. Hintergrundwissen über eine Brauerei bietet sich als Einstieg perfekt an. Es macht die Beschreibung lebendiger. 

Der geliebte Sensorik-Pokal

Dann geht es an die Auswahl eines passenden Glases. Übrigens haben alle Finalisten bei ihren Präsentationen den Sensorik-Pokal gewählt. Sicher ist sicher – mit diesem Glas liegt man praktisch nie falsch. Es wäre aber auch kein Fehler gewesen, für das Stout von Maisel & Friends ein Stout-Glas zu wählen. 

Noch bevor er einen Schluck nimmt, beschreibt Leingartner den Bierstil (“Obergärig, schokoladig, irisch, hat mit Guinness nichts zu tun”) und spricht über die zu erwartende geschmackliche Ausprägung. Dann geht es an die optische Beurteilung (“Schaum feinporig” und “dunkler Braunton”) bevor er einen Schluck nimmt und das Bier beschreibt (“im Antrunk voll, deutliche Restsüße, feinperlige Rezenz”). Am Ende seiner Präsentation gibt er noch über Möglichkeiten des Foodpairings Auskunft. Bevor Leingartner ins Finale gekommen ist, mussten er und seine Mitstreiter in mehreren Vorläufen ihr Können unter Beweis stellen. Da galt es neben kniffligen Fragen (z.B. „Welche Baumarten sind für den Bau von Holfzfässern geeignet”) auch Biere blind zu verkosten, sie Stilen zuzuordnen und Bierfehler zu erschmecken.

Weltmeisterschaft

Alle zwei Jahre und heuer bereits zum dritten Mal richtet der Verband der Brauereien Österreichs die Staatsmeisterschaft für Biersommeliers aus. Organisiert wurde der Wettbewerb von Axel Kiesbyes Bierkulturhaus, als Location fungierte das Hofbräu Kaltenhausen. 21 Kandidaten haben sich heuer gemeldet. Am Ende gab es einen strahlenden Sieger, der dank einer tollen Präsentation die Nase vorne hatte. Auf Platz zwei landete der letzte Staatsmeister, Clemens Kainradl. Michael Leingartner darf sich zwei Jahre lang Biersommelier-Staatsmeister nennen. Der 34-jährige Oberösterreicher, der seit heuer in Wien wohnt, ist Bierbrauer, Biersommelier und arbeitet im Gastronomie-Marketing für die Brau Union.

In Kaltenhausen wurde aber nicht nur ein Staatsmeister gekürt, sondern auch das Team für die WM in München 2017 ermittelt. Neun Herren und eine Dame fahren hin und werden alles daran setzen, den Tiel nach Österreich zu holen. Die Vorzeichen dafür stehen äußerst gut.                                                

 

Autor/in:
Alexander Grübling
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